Augmented Reality

AR und Hearables: Wie kann man diese beiden Technologien miteinander verbinden?

Ein Beitrag von Magdalena Marcher
06. August 2020
AR und Hearables Header
Den Begriff Augmented Reality verbindet man sofort mit visuellen Inhalten. Aber wie sieht es mit Wegbeschreibungen oder historischen Geschichten über ein altes Gebäude, vor dem man gerade steht, direkt im Ohr aus? Im Zeitalter von Earbuds, Alexa und Co. stellt sich die Frage, ob nicht auch auditive Inhalte in Form von Augmented Audio Reality eingesetzt werden können und in welcher Verbindung AR und Hearables bereits stehen.

AR-fähige Hearables

Lustige Ohren in Social-Media-Filtern sind bekannte Beispiele für Augmented Reality. Oder auch, wie im Blogpost AR im Marketing bereits beschrieben wurde, virtuelle Einrichtungsgegenstände von Ikea in der eigenen Wohnung. Es gibt aber auch bereits einige mit AR kombinierte Hearables auf dem Markt. Diese sind für uns tatsächlich gar keine Seltenheit mehr. Wir nehmen es nur nicht wahr, dass es sich hierbei auch um Augmented Reality handelt. Zum Beispiel können In-Ear-Geräte Fremdsprachen bereits direkt übersetzen. Dabei werden simultane bidirektionale Übersetzungen in mehreren Sprachen bereitgestellt. Einstellungen und Anpassungen können direkt über ein gekoppeltes Smartphone vorgenommen werden. Fehler können sogar korrigiert werden. Das System muss dazu allerdings richtig programmiert sein und mit Kontext- und Grammatikregeln vertraut sein.

Ein weiteres Beispiel für AR und Hearables sind Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Diese verwenden künstliche Intelligenz, um kurze, laute und flüchtige Geräusche, wie beispielsweise ein bellender Hund, aus einer Audioaufnahme zu entfernen. Die Geräte können den Geräuschunterdrückungspegel an die reale Umgebung anpassen. Der externe Sound wird mit dem von einem Gerät kommenden gemischt. Ein erfolgreiches Beispiel für diese Technologie sind Kopfhörer von Bose. Diese sind mit einer zusätzlichen dynamischen Audioebene ausgestattet. Träger können somit auch ihre Umgebung hören.

In einigen intelligenten Hörgeräten werden auch bereits AR und Hearables kombiniert. Diese dienen sowohl als medizinische Geräte für Menschen mit Hörverlust als auch als Lösungen für die Unterhaltungselektronik. Die Geräte können sowohl den gewünschten Klang verbessern als auch Hintergrundgeräusche in Echtzeit unterdrücken. Hörgerätehersteller können die Möglichkeit hinzufügen, körperliche Aktivität zu verfolgen und Gesundheitsdaten bereitzustellen. Ebenso können Anrufe beantwortet, Musik gestreamt oder Smart-Home-Geräte gesteuert werden.

AR und Hearables in Zukunft?

Eigentlich bietet der Bereich der Augmented Audio Reality bereits ziemlich coole Optionen, aber zukünftig ist noch sehr viel Potenzial vorhanden. Dies kann auch am Beispiel der Echo Buds von Amazon gut dargestellt werden. Einen Sprachassistenten wie Alexa im Ohr zu haben, ist das ultimative Augmented-Audio-Reality-Erlebnis. In nicht allzu ferner Zukunft könnte dies für uns alltäglich sein. Durch ein Hearable, dass man ständig im Ohr trägt, hat man nahtlosen Zugriff auf seinen Sprachassistenten, der Aufgaben, wie beispielsweise „Spiele meinen Podcast ab.“, ausführt. Dies kann sich auch als sehr praktisch während eines Meetings in der Arbeit herausstellen. Zum Beispiel kann der Assistent im Ohr auch Hinweise wie „Zeigen Sie die xyz-Statistik“ liefern. Benachrichtigungen wie „Sie sollten jetzt zu Ihrem nächsten Meeting gehen – sonst kommen Sie zu spät“ könnten ebenfalls wertvoll sein. Und wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann die Befehle gar nicht einmal mehr aussprechen und unsere Hearables können unsere Gedankengänge direkt lesen?

Fazit

AR und Hearables sind bereits in unserem Alltag angekommen. In diesem Bereich besteht jedoch noch sehr viel Potenzial, welches ausgeschöpft werden kann. AR kombiniert mit Hearables wird meiner Meinung nach zukünftig ein wichtiger Begleiter im Alltag werden und kann als gute Unterstützung dienen. Sei es nun im privaten, im medizinischen oder auch im beruflichen Umfeld. Gerne kannst du mir in einer Nachricht deine Gedanken zu diesem Thema schreiben.

Über den Autor

Magdalena Marcher

Magdalena ist bei Codeflügel als tatkräftige Unterstützung im Bereich Marketing & Sales tätig. Im Zuge ihres wirtschaftlichen Studiums absolviert sie nämlich gerade ihr Berufspraktikum bei uns. Ihr Ziel ist es während ihrer Zeit bei CodeFlügel nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Firmenerfolg zu liefern, sondern auch möglichst viel Erfahrung mitzunehmen. Magda, wie sie auch gerne genannt wird, verbringt ihre restliche Zeit gerne mit Sport, Essen und Freunden.

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