Augmented Reality

3 Gründe warum WebAR 2020 eine wichtige Rolle spielen könnte

Ein Beitrag von Silviu Reghin
05. März 2020
webar
Eine der spannendsten Entwicklungen im Bereich von Augmented Reality im letzten Jahr war das Heranreifen von WebAR. WebAR bietet Möglichkeiten AR-Erlebnisse direkt über den Webrowser zur Verfügung zu stellen, was automatisch zu einem nahtloseren Erlebnis führt. Diese neue Möglichkeit für Kampagnen wird für immer mehr Unternehmen interessant und so kommt die Technologie langsam in den Mainstream hinein.

WebAR befindet sich noch in der Anfangsphase. Unternehmen kratzen bislang noch an der Oberfläche der Möglichkeiten. Die Gründe dafür sind die verschiedensten: Angst, Unerfahrenheit, fehlendes Know-How. Sobald sie aber den Mut finden mehr Kreativität hinein zu investieren, wird WebAR eine neue Leinwand sein mit der ungeahnte Möglichkeiten entstehen werden. Eine breite Einführung als ein mächtiges Geschäftsinstrument steht jedoch noch aus. Im Jahr 2020 könnte sich das aber dank dreier Gründe verändern.

   

1. Das Bewusstsein für die Vorteile von WebAR steigen

Je mehr Beispiele zeigen, wie Marken die Technologie erfolgreich einsetzen, desto mehr Unternehmen werden die klaren Vorteile von WebAR erkennen. Im Vergleich zu traditionellen AR-Kampagnen mit nativen Apps oder Social-Media-Plattformen bietet WebAR eine unübertroffene Reichweiten und Skalierungsmöglichkeit. Allein die Verteilungsmöglichkeit von WebAR Kampagnen sollte ausreichen, um bei Unternehmen zu einem Umdenken zu führen. Sie können sich von Apps und sonstigen Plattformen befreien und Erlebnis im mobilen Web anbieten. Denn eine der größten Herausforderungen derzeit für AR-Kampagnen ist die Aktivierung und Verteilung der Kampagne an potenzielle Kunden. WebAR wird diese Herausforderung aber lösen.

webar augmented reality coca cola    

Eine Marke, die bei der Durchführung von WebAR-Kampagnen führend ist, ist Coca-Cola. Als Teil der #Refreshwherevs-Kampagne können Kunden einen QR-Code auf der Verpackung scannen, um eine gebrandete WebAR-Seite zu starten, dann können sie ein Selfie mit unterschiedlichen Gesichtsfiltern starten, welche aber erst nach und nach freigeschaltet werden. So bringt man die Kunden dazu, immer wieder mit der Marke zu interagieren, ohne eine App herunterladen zu müssen. Kunden haben über WebAR die Möglichkeit das Erlebnis, welche Coca-Cola bietet sofort zu genießen. Einer der wichtigsten Punkte für Marketer wird wohl sein, dass WebAR das Sammeln von neue Daten ermöglicht, und zwar Daten direkt vor- und nach dem Kauf. Welche bestimmt spannende Erkentnisse liefern wird.

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2. 5G ist auf den Vormarsch und wird größere Ideen ermöglichen

So ziemlich jede Branche wird die Auswirkungen der 5G-Technologie zu spüren bekommen. Gut, zugegeben, es wird noch etwas dauern bis 5G Flächendeckend verfügbar sein wird, aber es wird kommen. Ich bin überzeugt, dass 5G auf AR einen der größten Impacts haben wird. Tatsächlich bereitet sich der größte amerikanische Mobilfunkanbieter in den USA Verizon bereits jetzt auf die Auswirkungen von 5G in Zusammenhang mit AR vor, indem es Snapchat auf ausgewählten 5G-Telefonen vorinstalliert. Ein weiterer Vorteil von 5G ist, dass es WebAR von einer nötigen starken WiFi-Verbindung befreit, für gute Erlebnisse. Großveranstaltungen wie Sportveranstaltungen, Festivals, Messen oder große Firmenevents haben meistens mit Problemen eines guten WiFi-Netzwerkes vor Ort zu kämpfen. Folglich hatten die Arten von AR-Kampagnen, die in solchen Umgebungen möglich sind, nur ein begrenztes Potenzial.

   

Theoretisch würde 5G diese Limitierungen aufheben und Platz machen für größere, mächtigere, kreativere AR-Kampagnen, mit denen man sich beschäftigen könnte. Anstatt, dass sich Hunderte von Veranstaltungsteilnehmern, eine App auf ihrer Smartphones herunterladen müssten, bräuchten sie nur eine WebAR-Seite aufzurufen und könnten sofort loslegen.

   

3. AR-Tools werden einfacher zu bedienen

In der Vergangenheit war das fehlende Know-How und die zwingend benötigten Programmierkenntnisse ein großes Hindernis für AR-Anwendungen. Insbesondere kleinere Unternehmen schalteten bei dem Gedanken der Kosten für eine Entwicklung einer AR-App und den damit verbundenen Aufwände sofort ab. Mal von den technischen Einstiegshürden für eine AR-Anwendung abgesehen. Mittlerweile gibt es einige AR-Plattformen die funktionsreiche und intuitive Tools zur Verfügung stellen. Solche Tools bieten zum Beispiel Lösungen an sich unkompliziert WebAR-Seiten zu branden und unterschiedliche Auslöser für AR-Erlebnisse zu setzen wie zum Beispiel über Weblinks, QR usw. Viele dieser Plattformen verfügen über integrierte Tracking-Tools, die zusätzlich zu den allgemeinen Webanalyse-Tools klare Analysen zu den Engagements mit einer AR-Kampagne liefern.

   

Die Möglichkeit, WebAR-Seiten sofort zu veröffentlichen, macht die Bereitstellung noch einfacher. Diese Einfachheit und Schnelligkeit kann sich auch als sehr nützlich erweisen, um das Engagement bei Kampagnen rund um Events zu verfolgen, wie es Puma bei der Eröffnung seines New Yorker Flagship-Stores getan hat. Die Kunden konnten mit der Webanwendung von Puma interagieren, indem sie QR-Codes scannten, die sich auf den Schuhmarken und verteilt im Geschäft befanden. Dadurch erhielten sie Zugang zu einem AR-Erlebnis, während sie dem Puma-Team in Echtzeit Daten über ihr Engagement zur Verfügung stellten.

augmented reality puma      
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Fazit

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass obwohl WebAR immer mehr Anerkennung findet, native AR-Apps auch im Jahr 2020 noch tragende Rolle spielen werden. Sie bieten im richtigen Kontext andere Mehrwerte, wie z.B. Belohnungsprogramme für den Einzelhandel und Lern- und Entwicklungsanwendungen. WebAR ist in der Praxis derzeit noch limitiert, daher hat man die meisten Möglichkeiten noch immer mit nativen Apps. Welcher Weg der richtige ist, muss man sich individuell ansehen. Solange aber 5G nicht Flächendeckend ausgerollt ist und alle 5G fähige Geräte besitzen, werden die Möglichkeiten unter denen von nativen AR-Apps bleiben.

   

Der Punkt ist aber, dass AR immer zugänglicher und leichter verfügbar wird. Der Bedarf an mehr Flexibilität und leichterem Zugang zu dieser Technologie wird Unternehmen vorerst wahrscheinlich in Richtung WebAR drängen. Und mit mehr Fortschritt der Technologie und realem Einsatzbeispielen werden die allgemeine Sichtbarkeit und die Anwendungen von WebAR, aber auch anderen AR Formaten zunehmen.

   

AR hat eine große Zukfunft vor sich. Nicht ohne Grund setzen die Big Player, wie Apple, Google und Facebook massive Ressourcen in die Weiterentwicklung von AR.

 

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CodeFlügel Silviu Reghin

Über den Autor

Silviu Reghin

Silviu ist bei uns das Bindeglied zwischen Partner und CodeFlügel. Als Chief Customer Officer ist er quasi der Anwalt der Kunden in unserem Unternehmen. Er legt den Fokus auf Mehrwert für die Kunden und übersetzt Entwicklerfachjargon in die Sprache der Kunden und umgekehrt. Irgendwie hat er sich bei uns im Unternehmen als der Einhorntyp etabliert, aber keiner weiß, wo die Geschichte ihren Anfang genommen hat. Wenn er nicht gerade an einer neuen Marketingidee herum feilt, dann verbringt er seine Freizeit gerne mit Sport, gutem Essen und Gesellschaft.