Off-Topic

„Good design is good business.”

Ein Beitrag von Katrin Höllebauer
20. Februar 2020
ux design
Der Titel kommt (leider) nicht von uns, sondern von IBM Gründer Thomas Watson jun., aber ist für den Blogbeitrag ganz passend und unterstreicht die Mächtigkeit von Design. 

„Wir sind Entwickler von innovativen Softwareanwendungen mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Usability.“, mit diesen Worten begrüßen wir alle Besucher auf unserer Homepage. Wie wir diese Ansprüche erzielen? Mit wissbegierigen Mitarbeitern, die immer auf der Suche nach neuen innovativen Lösungen sind und der Fokussierung auf den Nutzer. Dabei kommen Design und die damit verbundenen Prozesse zum Einsatz.

 

Kontext ist King

Lass uns ehrlich sein: Wir Menschen sind schon komplizierte Wesen. Einerseits lieben wir Einfachheit. Gut organisierte Schreibtische, einfach aufbaubare Schranksysteme und schnell verständliche Software lassen unsere Herzen höherschlagen. Man kann sagen „Usability is key“. Andererseits lieben wir Details, die kleinen Extras, die eine Software, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einem Erlebnis, einer bleibenden Erinnerung, einer guten Erfahrung machen. Dabei spielen vor allem Emotionen eine wichtige Rolle. Diese können wir leider nicht immer beeinflussen, denn häufig gibt es bereits Erwartungen oder Erfahrungen, die ein Erlebnis prägen.

 

Wie schaffen wir es dennoch, ein möglichst gutes Erlebnis für unsere Nutzer zu erzeugen?

Besonders wichtig ist, den Nutzern und dessen Leben zu kennen. Quasi über den Tellerrand hinauszublicken und den Kontext, in welchem sicher der Nutzer befindet, ebenfalls zu berücksichtigen. Nur so kann man die tatsächlichen Bedürfnisse in einer bestimmten Situation herausfinden.

 

Will man ein neues Haus auf einem Grundstück bauen, besucht man vorab die Häuslbauermesse, blättert durch diverse Kataloge, sucht im Internet nach Bildern oder läutet vielleicht sogar an fremde Haustüren, weil einem der Baustil des Hauses besonders gut gefällt und man mehr Infos dazu haben möchte. Im Grunde versucht man, sich ein Bild der eigenen Wünsche und Vorstellungen zu machen. Eigentlich will man als zukünftiger Hausbesitzer gerne wissen, wie das neue Heim auf dem eigenen Grundstück aussieht. Der ganze Rechercheaufwand ist mühsam. Der frisst Zeit und Nerven.

 

Wie Du vielleicht schon in einem unserer Blogbeiträge gelesen hast, haben wir uns mit unserem Kunden Hartl Haus diesem Problem angenommen und mit der Hartl-Haus-AR-App gelöst. Wir haben die Bedürfnisse und Probleme der Nutzer in den Mittelpunkt gestellt und dabei die Recherche und Planung des zukünftigen Eigenheims zu einem spannenden und einfachen Erlebnis gemacht. Mit der Hartl-Haus-AR-App können die angehenden Hausbesitzer ihr Traumhaus auf dem Bauplatz platzieren. Sie können das Haus nach ihren Wünschen konfigurieren und von Innen und Außen im 1:1 Maßstab besichtigen.

 

Dieses Beispiel zeigt: Ein scheinbar unlösbares Problem, muss auf die Essenz heruntergebrochen werden und wird somit lösbar.

 

Design ist mehr

Nicht nur der Kontext und das Verständnis für den Nutzer sind wichtig. Die Nutzer möchten sofort wissen, welche Funktionen eine Software zu bieten hat und wie sie verwendet werden soll. Daher gilt in der Gestaltung: Einfachheit vor Komplexität und Klarheit vor Undeutlichkeit. Nutzerfreundlichkeit und Effizienz sind wahrscheinlich die wichtigsten Faktoren. Gutes und vor allem klares Design spielt eine wichtige Rolle. Design ist nicht nur Behübschung und ein ästhetischer Begriff. Design ist mehr als teure italienische Möbel. Es ist vielmehr ein Werkzeug, welches die Entwicklung von einer Idee bis zur Präsentation eines Produktes in der Öffentlichkeit unterstützt.

 

“Good design is about building the right thing, Not just making things look pretty” Bruce Gay, Progra Manager at UPMC Enterprises

 

Gelingt es ein Produkt, eine Dienstleistung bis ins kleinste Detail zu designen, kosteneffizient und nutzerfreundlich zu gestalten und so die Erwartungen der Kunden zu übertreffen, wird die positive Erfahrung weitergetragen und die Kunden werden Botschafter. Konzepte vor der Umsetzung zu testen, also Usability Tests in frühen Phasen der Entwicklung durchzuführen, unterstützt den Prozess zur Entwicklung von nutzerfreundlicher kosteneffizienter Software auf alle Fälle. Warum? Die Entwicklung hat im Idealfall noch nicht begonnen und mit Hilfe von Skizzen und einfachen Prototypen können erste Verständnisprobleme in einem kurzen Test ausgeschlossen werden. Vorab können Ideen verworfen und neu entwickelt werden, da sie nur Bleistift-Zeichnungen oder Screendesigns sind und so die Kosten gering sind. Innovative Konzepte und Ideen können durch die schnelle Iteration von Ideen entstehen. Immer häufiger werden Konzeptionsphasen, die Mockups und Usability-Tests inkludieren, bewusst in Anspruch genommen und deren Mehrwert erkannt.

 

Bleib gespannt

Dies war ein kleiner Einblick in unsere Challenge, die Nutzer immer mehr in den Mittelpunkt zu bringen. Dabei hilft uns vor allem unser Drang Neues zu lernen und uns ständig weiter zu entwickeln. Im Design Management Kurs der Wifi Graz lernen wir am Wochenende, wie man die Lücke zwischen Vision, Strategie, Produktentwicklung und erfolgreicher Vermarktung schließt und den Design-Gedanken auch in den wirtschaftlichen Kontext setzt.

 

„Design, in the end, is about creating better things for people. Along the way, it can generate better profits as well.” Bruce Nussbaum, Journalist Business Week

 

Außerdem besuchen wir das UXPA-Meetup, welches von Johannes Lehner einmal im Monat organisiert und von unterschiedlichen Unternehmen veranstaltet wird. Die Plattform bietet durch den regen Wissens- und Erfahrungsaustausch gemeinsam mit anderen UX-Interessierten eine gute Möglichkeit, um Best-Practice-Lösungen nicht nur zu fördern, sondern auch zu intensivieren. Soviel sei noch verraten: Wir werden auch einen Meetup veranstalten. Genauere Infos folgen über unsere Social-Media-Kanäle.

 

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CodeFlügel Katrin Höllebauer

Über den Autor

Katrin Höllebauer

Katrin steht auf Apps, die so leicht zu bedienen sind, dass sie sogar ihre Großmutter versteht. Mit ihren App-Design- und Programmierkenntnissen versucht sie jede Woche aufs Neue die Welt des "einfachen" Programmierers aufzumischen. Ganz nebenbei verpflegt sie noch ihren Ziegenbock Kurti, macht selbst Käse, Schweinsbraten und was die österreichische Küche sonst noch so hergibt. Wenn sie nicht gerade die Computerprobleme ihrer Verwandten (die löschen irgendwie immer das Internet) löst, ist sie zu jeder Jahreszeit in den Bergen zu finden.

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