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5 Fakten rund um 5G

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17. Dezember 2020
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Ständig hört man von Debatten rund um 5G. Die neue Technologie sei das Netz der Zukunft, aufgrund der Strahlung schlecht für die Gesundheit, kann Tankstellen zum Explodieren bringen oder ist sogar für die Entstehung und Verbreitung des Corona-Virus verantwortlich. Das alles hat man irgendwo, ob im Netz, in den Medien oder Gesprächen mit Freunden und Bekannten, schon einmal aufgenommen. Was wirklich hinter all diesen Mythen und Geschichten steckt, habe ich mir näher angeschaut und 5 Fakten zum Thema 5G aufgelistet.

Was genau ist 5G überhaupt?

Aber bevor wir loslegen, sollten wir noch klären, was 5G eigentlich bedeutet. 5G steht für die 5. Generation unseres Mobilfunknetzes nach den 1G-, 2G-, 3G-, 4G-Netzwerken. Mit jeder neuen Generation gab es Verbesserungen bezüglich unseres Mobilfunknetzes. Auch 5G bringt enorme Neuerungen mit sich. Mit dem neuen Netzwerk lässt sich sozusagen alles miteinander verbinden – egal ob es Geräte, Objekte oder Maschinen sind. Grundsätzlich ist es gar keine neue Technologie. Es überträgt Daten technologisch nämlich auf die gleiche Weise wie 3G und 4G. Also zum Großenteil in den selben Frequenzbereichen (die bei circa 2 GHz liegen). Der Unterschied liegt lediglich darin, dass 5G zusätzlich auch in einem neuen Frequenzbereich, zwischen 3,4 und 3,7 GHz, und mit kürzeren Wellen übertragen wird. Damit soll die drahtlose 5G-Technologie eine höhere Datengeschwindigkeit, extrem niedrige Latenz (Reaktionszeit), höhere Zuverlässigkeit, enorme Netzwerkkapazität, gesteigerte Verfügbarkeit und eine einheitliche User Experience bieten. Durch verbesserte Effizienz und mehr Leistung können neue Benutzererlebnisse kreiert und die Verbindung von neuen Branchen erreicht werden.

5G, eine Technologie, drei anwendungsspezifische Netze

Durch anwendungsspezifische Netze sorgt 5G dafür, dass die Effizienz im Netz enorm steigt. Unterschieden werden Breitband für ultraschnelles mobiles Surfen und Netzwerk zur Kommunikation zwischen Maschinen und Hochzuverlässigkeitsnetz. Durch die 5G Technik sind Datenraten bis zu 10 GB pro Sekunde möglich. Hiermit wird dem enormen Anstieg der weltweiten Internetnutzung entgegengewirkt. Hiermit wird auch die Darstellung von Augmented Reality sowie Virtual Reality erleichtert. Bei der Anwendung von AR oder VR werden punktgenau hohe Datenraten und große Kapazitäten gebraucht. Dies erleichtert die 5G-Technologie zu einem großen Teil.

Bestimmt hast du schon mal vom IoT (Internet of Things) gehört. Es handelt sich dabei um den Überbegriff einer globalen Infrastruktur. Diese ermöglicht es, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen.  Aber was hat 5G damit zu tun? Mit dem neuen Standard wird auch die Kommunikation zwischen Maschinen und Objekten erleichtert. Denn dabei werden in der Regel immer nur kleine Datenmengen übertragen, aber die Vernetzung der Geräte wird immer größer. Durch 5G wird dafür ein großflächiges Netz zu Verfügung gestellt. Dies sorgt für einen geringeren Energieverbrauch. Um bei kritischen Anwendungen, wie dem autonomen Fahren, auch Zuverlässigkeit des Übertragungsnetzes zu bieten, wird 5G also zwingend benötigt. Die Technologie sorgt für eine Übertragung in Echtzeit. Zum Vergleich: bei 4G dauerte die Übertragung der Daten noch durchschnittlich 30 Millisekunden, bei 5G soll diese Zeit auf 1 Millisekunde gekürzt werden.

Effizienteres Netz

Mittels Kanalbündelung wird die Datenrate pro Nutzer erhöht. Dies ist bereits bei 4G in Anwendung und wird mit 5G weiterentwickelt. Auch Small Cells sorgen für mehr Effizienz. An Orten mit hoher Nutzerdichte, wie z.B. Fußgängerzonen, haben die Kleinzellen die Möglichkeit, Engpässe im Netz zu beheben. Sie ergänzen dabei die klassischen-Mobilfunkstandorte. Sie verdichten das Netz an hochfrequentierten Plätzen. Um die Kapazität noch mehr zu steigern, werden Mehrantennensysteme eingesetzt. Durch spezielle Verfahren lässt sich damit auch die Qualität und Datenrate des Netzes enorm verbessern. Zu guter Letzt steigert auch die variable Ausrichtung auf die Endgeräte (Beamforming) die Effizienz im großen Ausmaß. Dadurch können einzelne Geräte gezielter mit Datenraten versorgt werden. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden, ist mittels 5G nun auch ein Networkslicing möglich. Das bedeutet, dass Netze in Zukunft auch flexibel gestaltet werden können. Ein Netzbetreiber kann so bestimmte Qualitätsmerkmale für eine Kundenkategorie bereitstellen. Ein Beispiel dazu wäre eine zugesicherten Datenkapazität oder einer bestimmten Reaktionszeit für Businesskunden.

5G efficient net

Neue Netzstrukturen durch 5G

Nicht nur die Anwendung wird komplett revolutioniert. Nein, auch der Aufbau des Netzwerks muss angepasst werden. Hauptsächlich werden die 4G-Standorte übernommen und ausgebaut. Allerdings wird für mehr Leistung auch mehr Platz benötigt. Der Schwerpunkt des Ausbaus wird zunächst auf hoch frequentierte Plätze, wie Flughäfen oder Innenstädte gelegt. Dort wird mehr Kapazität sowie Bandbreite dringend benötigt und aus diesem Grund sind auch darüberhinausgehende Standorte erforderlich. Neben der Versorgung über Makrozellen werden bei 5G durch sogenannte Small Cells (Kleinzellen) insbesondere in Ballungsräumen vor allem Kapazitätsengpässe beseitigt und einzelne kleinere Versorgungslücken geschlossen. Dies wird dazu führen, dass die notwendigen Mobilfunkstandorte näher an die Nutzer gebracht werden. Die Small Cells benötigen wie die Makrozellen ebenfalls eine leistungsfähige Anbindung an Glasfasernetze. Mit dem Aufbau von 5G-Netzen werden gleichzeitig neue Anforderungen an den Ausbau der Glasfasernetze gestellt. Diese bilden einen entscheidenden Baustein für die schnellen 5G-Übertragungen.

5G network

Hat 5G Auswirkungen auf die Gesundheit?

„Bei Einhaltung der Grenzwerte sind keine gesundheitsrelevanten Wirkungen auf den Menschen zu erwarten.“ Bundesamt für Strahlenschutz

Die meisten technischen Aspekte können mit den bisherigen Generationen des Mobilfunknetzes verglichen werden. Daher können die Erkenntnisse aus Studien, in denen elektromagnetische Felder des Mobilfunks untersucht werden, auch für die 5G Technologie herangezogen werden.  Lediglich die Versorgung von kleinen Arealen mittels sehr hoher Frequenzbänder im Zentimeter- und Millimeterwellenlängenbereich muss noch weiter erforscht werden. Ob die Grenzbereiche eingehalten werden, wird von der Bundesnetzagentur überwacht. Kurz: Sämtliche Studien zeigten, dass sich durch den Ausbau des 5G Netzwerkes keine gesundheitlichen Nachteile für den Menschen ergeben.

Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit 5G

Mit dem Ausbau des 5G-Netzes sind auch jede Menge Verschwörungstheorien aufgetaucht. Zwei bekannte möchte ich euch hier vorstellen:

  • Die 5G-Coronavirus-Theorie: Jeder hat sie bereits gehört. Erstmals wurde auf einer französischen Seite, welche Verschwörungstheorien verbreitet, davon geschrieben. Da zur Zeit des Virus-Ausbruchs auch die 5G-Masten in Wuhan in Betrieb genommen wurden, hat das französische Magazin direkt einen Zusammenhang hergestellt. Kurz darauf erwähnte ein belgischer Arzt die 5G-Coronavirus-Theorie in einem Interview und über Social Media wusste sofort die ganze Welt Bescheid. Diese Übereinstimmung war natürlich ein gefundenes Fressen für alle 5G-Gegner. Aber ich kann Entwarnung geben: es gibt keine Beweise für einen Zusammenhang.

  • 5G kann Tankstellen zum Explodieren bringen: Verschwörungstheoretiker haben eine Theorie aufgestellt, dass sich aufgrund erhöhter Strahlung durch das 5G-Netz Funken bilden können. Dies wiederum könnten eventuell Wasserstofftanks oder gar ganze Tankstellen in die Luft sprengen. Auch diese Theorie kann nicht belegt werden. Die Strahlung des 5G-Netzes ist viel zu niedrig, um entzündend zu wirken.

Es gibt aber weitaus mehr Verschwörungstheorien zu dem Thema. Im folgenden Video findest du noch ein paar weitere spannende Verschwörungstheorien rund um 5G:

Bringt 5G wirklich was es verspricht?

Meiner Meinung nach ist es höchste Eisenbahn für die Erweiterung unseres mobilen Funknetzes. Vor allem in Zeiten des ersten Lockdowns war die Überlastung der jetzigen Mobilfunk-Generation deutlich zu spüren. Viele Leute im Homeoffice, keine Flüge und Ausgangsbeschränkungen führten zu mehr Nutzung von Streaming-Portalen sowie Videokonferenz-Tools oder anderen Aktivitäten, die das Internet in Anspruch nehmen. Dieser Anstieg der Internetnutzung führte zu häufigeren Ausfällen sowie langen Ladezeiten. Das alles kann durch die neue 5G-Technologie verbessert werden. Wir werden sehen, ob es hält, was es verspricht. Aber vor allem ist unsere gesamte Codeflügel-Crew sehr gespannt, wie sich die Verbesserungen auch auf AR-Anwendungen auswirken. Wobei unsere AR-Projekte natürlich auch ohne 5G schon hervorragend funktionieren 😉 . Schau doch auf unserer Homepage vorbei, welche AR-Projekte wir bereits umgesetzt haben oder schreib mir eine Nachricht, wenn du mit mir über das Thema 5G plaudern willst!

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