Tech Trends 2021

Ein Beitrag von Magdalena Marcher
12. November 2020
Tech Trends 2021 Header
Die COVID-19-Pandemie hat die technologischen Innovations- und Investitionsstrategien vieler Unternehmen weltweit auf den Kopf gestellt. Denn die wirtschaftlichen und sozioökonomischen Herausforderungen in dieser Krisenzeit haben deutlich gemacht, dass die IT die Lebensader für jedes Unternehmen ist. Ist man in Krisenzeiten nicht digital gerüstet, so wird man während einem Lockdown oder massiven Einschränkungen der Politik ohne gute digitale Lösungen nicht weit kommen. Ich habe mir heute angesehen, welche 10 Tech Trends euch im kommenden Jahr 2021 erwarten und welche enormen Chancen für jede Organisation dahinterstecken...

Trend 1:  Hyperautomatisierung

Aufgrund der Automatisierung in Unternehmen werden immer häufiger Technologien eingesetzt, um Aufgaben zu lösen, die früher von Menschen erledigt wurden. Hyperautomatisierung befasst sich mit der Anwendung fortschrittlicher Technologien, einschließlich Artificial Intelligence und maschinellem Lernen, um Prozesse zunehmend zu automatisieren und andere Fähigkeiten des Menschen zu fördern.

Trend 2: Multiexperience

Multiexperience ersetzt technikkundige Menschen durch menschenkundige Technologie. In diesem Trend entwickelt sich die traditionelle Idee, dass ein Computer von einem einzigen Interaktionspunkt zu multisensorischen und Multitouchpoint-Schnittstellen wie Wearables und fortschrittlichen Computersensoren wird. In Zukunft wird dieser Trend zu einem sogenannten “Umgebungserlebnis.” Derzeit konzentriert sich Multiexperience auf immersive Erlebnisse, wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR), Mixed Reality, Mehrkanal-Mensch-Maschine-Schnittstellen und Sensortechnologien. Die Kombination dieser Technologien kann für ein einfaches AR-Overlay oder ein vollständig immersives VR-Erlebnis verwendet werden. Das klingt doch wirklich fancy, nicht wahr?

Trend 3: Demokratisierung

Demokratisierung der Technologie bedeutet, den Menschen einen einfachen Zugang zu technischem oder geschäftlichem Fachwissen, ohne umfassende und teure Schulung, zu ermöglichen. Dabei wird der Fokus auf vier Schlüsselbereiche gelegt: Anwendungsentwicklung, Daten und Analyse, Design und Wissen. Zum Beispiel ermöglicht eine Demokratisierung Entwicklern, Datenmodelle zu generieren, ohne über die Fähigkeiten eines Datenwissenschaftlers zu verfügen. Sie würden sich stattdessen auf eine AI-gesteuerte Entwicklung verlassen, um Codes zu generieren und Tests zu automatisieren.

Trend 4: Menschliche Vergrößerung

Menschliche Augmentation ist der Einsatz von Technologie, um die kognitiven und körperlichen Erfahrungen einer Person zu verbessern. Die physische Erweiterung verändert eine gewohnte physische Fähigkeit, indem eine Technologie in den Körper implantiert oder auf den Körper gehostet wird. Beispielsweise verwenden die Automobil- oder Bergbauindustrie Wearables, um die Arbeitssicherheit zu verbessern. In anderen Branchen wie Einzelhandel und Reisen werden Wearables verwendet, um die Arbeitsproduktivität zu steigern.

Trend 5: Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Die stetige Weiterentwicklung der Technologie führt zu einem fehlenden Vertrauen in neue Technologien. Verbraucher entwickeln zunehmend Bewusstsein für die Erfassung und Verwendung ihrer Daten. Unternehmen erkennen zeitgleich auch die zunehmende Haftung für die Speicherung und Erfassung dieser sensiblen Daten. Gesetze wie die Allgemeine Datenschutzverordnung der Europäischen Union werden weltweit erlassen, um die Evolution voranzutreiben und die Grundregeln für Organisationen festzulegen. Hiermit wird für mehr Vertrauen in neue Technologien gesorgt.

Trend 6: Die gestärkte Kante

Edge-Computing ist eine Topologie, bei der die Informationsverarbeitung sowie das Sammeln und Bereitstellen von Inhalten näher an den Informationsquellen platziert werden. Die Idee dahinter ist, dass die lokale und verteilte Datenverkehrsrate die Latenz verringert. Dies umfasst die gesamte Technologie des IoT. Empowered Edge untersucht, wie diese Geräte zunehmen und die Grundlage für intelligente Räume bilden. Dabei werden wichtige Anwendungen und Dienste näher an die Personen und Geräte, die sie verwenden, herangerückt.

Trend 7: Die verteilte Cloud

Der Begriff „verteilte Cloud“ bezieht sich auf die Verteilung öffentlicher Cloud-Dienste an Standorte außerhalb der Rechenzentren eines Cloud-Anbieters. Diese werden jedoch weiterhin vom Anbieter kontrolliert. In der verteilten Cloud ist der Cloud-Anbieter für alle Aspekte der Architektur, Bereitstellung des Betriebs, der Verwaltung und der Aktualisierungen von Cloud-Diensten verantwortlich. Die Entwicklung von einer zentralisierten öffentlichen Cloud zu einer verteilten öffentlichen Cloud läutet eine neue Ära des Cloud Computing ein. Mit der verteilten Cloud können sich Rechenzentren nämlich wirklich überall befinden. Dies löst sowohl technische Probleme, als auch regulatorische Herausforderungen.

Trend 8: Autonome Dinge

Autonome Dinge, zu denen Drohnen, Roboter, etc. gehören, nutzen Artificial Intelligence, um Aufgaben auszuführen, die normalerweise von Menschen ausgeführt werden. Diese Technologie arbeitet mit einem Spektrum von Informationen, das von halb- bis vollautonom reicht und in einer Vielzahl von Umgebungen einschließlich Luft, Wasser und Land verwendet werden kann. Während derzeit autonome Dinge hauptsächlich in kontrollierten Umgebungen existieren, werden sie früher oder später auch in öffentlichen Räumen eingesetzt werden.

Trend 9: Praktische Blockchain

Unter Blockchain kann man sich eine Art verteiltes Hauptbuch vorstellen. Es ist sozusagen eine wachsende chronologisch geordnete Liste kryptografisch signierter, unwiderruflicher Transaktionsdatensätze. Alle Teilnehmern eines Netzwerks nutzen diese gemeinsam. Ein Blockchain ermöglicht es den Parteien auch, Vermögenswerte bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Dies ist vor allem für traditionelle Vermögenswerte von Vorteil. Allerdings ebnet es aber auch den Weg für andere Zwecke, wie die Rückverfolgung von durch Lebensmittel übertragenen Krankheiten bis zum ursprünglichen Lieferanten. Außerdem können zwei oder mehr Parteien, die sich nicht kennen, in einer digitalen Umgebung sicher interagieren und Werte austauschen, ohne dass eine zentrale Behörde erforderlich ist. In Zukunft soll das soweit gehen, dass beispielsweise ein Auto Versicherungspreise direkt mit der Versicherungsgesellschaft auf der Grundlage der von seinen Sensoren erfassten Daten aushandeln kann. Ich finde, das klingt wie aus einem schlechten Science-Fiction Film, oder?

Trend 10: AI-Sicherheit

Weiterentwickelte Technologien wie Hyperautomation und autonome Dinge bieten Transformationsmöglichkeiten in der Geschäftswelt. Sie verursachen jedoch auch Sicherheitslücken in neuen potenziellen Angriffspunkten. Sicherheitsteams müssen sich diesen Herausforderungen stellen und wissen, wie sich KI auf den Sicherheitsbereich auswirkt.

AI-Sicherheit hat drei Schlüsselpunkte:

  • Schutz vor AI-betriebenen Systemen

  • Nutzung von AI zur Verbesserung der Sicherheitsabwehr

  • Antizipieren des schändlichen Einsatzes von KI durch Angreifer

AI wird damit in Zukunft eine immer wichtigere Rolle einnehmen.

Fazit

Als ich mich mit diesen Trends auseinandergesetzt habe, hatte ich zwei Sachen im Kopf. Mein erster Gedanke war, dass es für mich wahnsinnig cool ist, dass wir durch neue Technologien unsere Arbeit und unser Leben in solch weiten Kreisen erleichtern und verbessern können. Auf der anderen Seite stehe ich aber diesen Veränderungen etwas skeptisch gegenüber. Der zweite Gedanke der im Rahmen meiner Recherche aufgekommen ist lautet: Wenn im Jahr 2021 die Trends schon so innovativ sind, wie wird es dann im Jahr 2050 aussehen? Wird es dann normal sein, wenn Roboter auf der Straße spazieren? Ich weiß es nicht. Lass mir gerne deine Gedanken zu diesem Thema hier zukommen. Ich freue mich darüber! Wenn du in Zukunft up to date bezüglich AR oder anderen Trends sein willst, folge uns doch auf Facebook, LinkedIn und Instagram oder du kannst dich seit neuestem auch zu unserem Newsletter anmelden.

Über den Autor

Magdalena Marcher

Magdalena ist bei Codeflügel als tatkräftige Unterstützung im Bereich Marketing & Sales tätig. Im Zuge ihres wirtschaftlichen Studiums absolviert sie nämlich gerade ihr Berufspraktikum bei uns. Ihr Ziel ist es während ihrer Zeit bei CodeFlügel nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Firmenerfolg zu liefern, sondern auch möglichst viel Erfahrung mitzunehmen. Magda, wie sie auch gerne genannt wird, verbringt ihre restliche Zeit gerne mit Sport, Essen und Freunden.