Große Ziele sind besser als kleine

Unser Ziel? Weltherrschaft. Nö, Scherz beiseite. Das ist es nicht. Wir haben uns aber trotzdem große Ziele gesetzt und wollen diese auch erreichen. Warum? Weil große Ziele leichter zu erreichen sind als kleine. Klingt komisch, ist aber so.

Das mit der Zielerreichung liegt daran, dass große Ziele eine größere Anziehungskraft haben als kleine Ziele. Dazu ist es allerdings absolut entscheidend, dass uns diese Ziele emotional ansprechen und begeistern, weil man ansonsten nie die Energie aufbringt, diese auch wirklich langfristig zu verfolgen und über Jahre hart daran zu arbeiten. Denn auch Steve Jobs hat einmal betont, dass man seine Leidenschaft finden muss, bei dem was man tut, weil man sonst die schwierigen Phasen nicht durchhält und aufgibt, bevor man seine Ziele erreicht hat.

Was wir also brauchen, sind Ziele die so groß sind, dass sie an oder eigentlich über der Grenze des Vorstellbaren liegen. Erst dann wird wirkliche Veränderung möglich. Das Titelbild oben stellt das sehr anschaulich dar.

Von abstrakt zu konkret

So, alles schön und gut. Ich soll mir was vorstellen, was ich mir nicht vorstellen kann, bzw. was ich mich bisher noch nicht zu denken traue und es soll mich begeistern. Klingt sehr abstrakt, und das ist es auch. Denn jede/r kann nur selbst herausfinden, was ihn oder sie begeistert und was die individuellen Ziele sind. Da ich mir bei diesem Punkt früher auch schwergetan habe, habe ich mir externe Unterstützung geholt. Und zwar von einem Fuchs der aus der Zukunft kommt – dem Fuchs von morgen.

Gemeinsam mit Carsten Fuchs habe ich am 12.01.2019 einen Workshop gemacht, in dem ich mein Zukunftsbild für den 12.01.2027 entwickelt habe. Meine Vision für die nächsten 8 Jahre. Und was soll ich sagen; es war großartig. Schon beim Mittagessen war ich so geflashed, dass ich es kaum ausgehalten habe 😉 Mir ist plötzlich klar geworden, warum Dinge in der Vergangenheit nicht so funktioniert haben wie gewünscht und warum manche Dinge scheinbar spielerisch und einfach geklappt haben. Der Schlüssel: Begeisterung bzw. Spaß in Verbindung mit High Performance. In einem weiteren Workshop habe ich dann einen Teil des Teams mit an Bord geholt. Und es war wieder großartig. Was mich dabei besonders überrascht hat war, dass alle sieben Teammitglieder unabhängig voneinander und von mir das gleiche „WHY“ unseres Unternehmens definiert haben.

Unsere Zukunft

Aber was genau ist jetzt unser Zukunftsbild und was sind die konkreten Ziele, die wir darin definiert haben? Das Ergebnis der zuvor beschriebenen Workshops ist die Beschreibung unserer Ziele und Werte, die Definition unseres WHY – HOW – WHAT, die Beschreibung unseres Charakters und der ganz konkreten Beschreibung eines typischen Tags in unserer Zukunft, zusammengefasst in einem Booklet. Und was soll ich sagen, es begeistert mich jedes Mal, wenn ich es lese, darüber spreche oder mich sonst damit beschäftige. Ich kann und will die Details unseres Zukunftsbilds nicht in diesem Blog veröffentlichen, erzähle aber jedem gern mehr über den genauen Prozess der Erstellung und Teile der Inhalte. Also, feel free to contact me 😉

Ich kann hier nur so viel dazu sagen: Die Erarbeitung unseres Zukunftsbilds hat mir soviel Klarheit und Orientierung gebracht wie vorher überhaupt noch nichts. Es gibt die grobe Richtung für unsere langfristige Entwicklung vor und definiert die Werte unserer Zusammenarbeit. Es ist der Kompass, der uns auf der Spur hält und dient als Grundlage für alle langfristigen, strategischen und täglichen operativen Entscheidungen. Im Endeffekt brauchen wir uns ab jetzt nur noch zu fragen: Was würde das Zukunftsbild jetzt tun 😉 Oder anders formuliert: Bringt uns diese Entscheidung unseren Zielen näher oder nicht? Damit werden plötzlich viele Entscheidungen einfacher und schneller und die Diskussionen und die Komplexität reduzieren sich deutlich.

Was mir an der Philosophie der großen Ziele so gefällt ist, dass es weg geht vom gewohnten Denken und der „normalen“ Zieldefinition. Es ist nicht „mehr vom Gleichen“, es ist etwas vollständig anderes. Wir haben früher auch von Jahr zu Jahr geplant nach dem Motto: „Was haben wir heuer geschafft? Alles klar, dann nehmen wir uns das für nächstes Jahr vor und noch ein bisschen mehr.“ So funktioniert aber Wachstum nicht. Das (Wirtschafts-)leben ist kein linearer Prozess, auch wenn Jahresabschlüsse, Business Pläne, etc. versuchen uns das glaubhaft zu machen. Meistens ist es aber so, dass sich lange scheinbar gar nichts tut und dann gibt es sprunghaftes Wachstum, einen Durchbruch, eine Sensation.

Die Zutaten

Damit das passieren kann, ist es trotzdem wichtig, über einen sehr langen Zeitraum kontinuierlich und beharrlich an der Verwirklichung seiner Ziele zu arbeiten. Denn das schönste und beste Ziel nützt nichts, wenn man nicht ins Tun und Gehen kommt. Die Gefahr, die in sehr hohen Zielen steckt, ist die, dass man nach kurzer Zeit nicht mehr daran glaubt, sie auch tatsächlich erreichen zu können. Man nimmt sich zu viel auf einmal vor, startet zwar sehr motiviert und energiegeladen, aber nach kurzer Zeit und dem üblichen Alltagsstress schläft die Umsetzung wieder ein nach dem Motto: „Wir haben eh noch 8 Jahre dafür Zeit, das machen wir später“. Heißt übersetzt: „Das machen wir nie.“ Vergleichbar mit den Neujahrsvorsätzen.

Um dieser verständlichen, sehr menschlichen Verhaltensweise entgegenzuwirken, ist es absolut entscheidend, dieses Riesenziel in die absolut kleinsten möglichen Schritte herunterzubrechen und möglichst jeden Tag daran zu arbeiten. Ein großartiges System, das uns dabei unterstützt, ist Goalify Pro. Darin können einzelne individuelle Ziele, Teamziele und Gesamtfirmenziele erstellt und die Erledigung von den einzelnen Teammitgliedern getrackt werden. Wir verwenden Goalify Pro bereits seit einigen Monaten und ich bin absolut begeistert wie schnell sich dadurch erste Erfolge und Ergebnisse einstellen.

Goalify Pro hilft dabei, neue Fähigkeiten zu üben, Verhaltensweisen zu trainieren und Schritt für Schritt auf spielerische Art und Weise seinen Zielen näher zu kommen. Das geniale daran ist, dass es nebenher geht, weil es sehr wenig Zeit pro Tag oder Woche beansprucht und sehr leicht in den normalen Arbeitsalltag integrierbar ist. Dadurch steigt die Akzeptanz bei allen Beteiligten, sich wirklich mit den großen Zielen zu beschäftigen, weil es nicht noch einige extra Arbeitsstunden pro Woche bedeutet, sondern nur wenige Minuten. Und wenige Minuten auf 8 Jahre gesehen sind auch viele Stunden 😉

Was aus meiner Sicht als dritte Zutat für das Erreichen großer Ziele nötig ist, ist ein starkes Team, das wie im Profi Sport sehr gut miteinander zusammenarbeitet, das motiviert ist und Höchstleistungen bringen will. Und dieses Team sollte möglichst oft in den Flow kommen. Flow beschreibt einen Zustand, in dem Denken, Fühlen und Tun übereinstimmen und die Anforderungen mit den Fähigkeiten möglichst gut übereinstimmen. Wenn man in den Flow kommt, vergisst man die Zeit und geht völlig auf in dem, was man gerade macht. Es fühlt sich großartig an und man vollbringt Höchstleistungen. High Performance und Spaß quasi 😉

Meine Aufgabe ist es daher, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Flow möglichst oft und möglichst lange ermöglichen. Denn nur dann verschwinden die inneren und äußeren Reibungsverluste in der Zusammenarbeit und die Arbeit wird nicht mehr wie Arbeit wahrgenommen. Ein Führungsstil, der diese Rahmenbedingungen schafft, ist die Kontinuum basierende Führung nach Dr. Manfred Winterheller. Eine seiner Grundaussagen lautet: „Wenn die richtigen Menschen in der richtigen Stimmung zusammenarbeiten, werden unglaubliche Ergebnisse möglich“ Daher kann ich diesen großartigen Redner, Autor, Coach und Mentor wirklich jedem sehr empfehlen. Hier eine Buchempfehlung zu dem Thema: Kontinuum basierende Führung: und was Gemüsekisten über das Management aussagen.

Kurz zusammengefasst bedeutet das also: Wenn man viel erreichen möchte, braucht man hohe Ziele, die einen begeistern und anziehen. Dann braucht es viele, kleine Schritte über einen sehr langen Zeitraum und die richtigen Rahmenbedingungen für Höchstleistungen und Flow. Ich denke, dass wir das bei uns recht gut auf Schiene gebracht haben – auch wenn wir noch ganz am Anfang stehen und vieles noch lernen, ausprobieren und üben müssen. Aber es fühlt sich für mich jetzt schon so an, wie eine Rakete, die ihre Triebwerke gezündet hat. Der Kurs ist festgelegt, alle Vorbereitungen sind getroffen. Jetzt beginnt unsere lange und spannende Reise in die Zukunft. Wir haben viel vor und freuen uns drauf.  Ready for take-off! 🙂

Claus

About the author

Claus

Claus is one of the founders of CodeFlügel. He's a perfectionist and unbridled optimist. He spends a lot of his time developing his company, learning and continuously improving. Before that, when he still had a life outside of work, his hobbies included: traveling, cooking, eating, sleeping, reading, rock climbing, diving, going to festivals and concerts, practicing Taekwondo, learning Chinese, ...