Wir sind 7 – Happy Birthday, CodeFlügel!

Diesen Sommer feiern wir unseren 7. Geburtstag. Wir sind jetzt also quasi im Schulalter angekommen, wo der Ernst des Lebens beginnt – sagt man zumindest. Angeblich gehört man damit ab jetzt zu den Großen. Eine perfekte Gelegenheit also, um einmal zurück zu blicken auf alles was wir bisher so erlebt und wie wir es bis hierher geschafft haben.


Wenn man die Chefs, Claus und Moosi, fragt, ist CodeFlügel natürlich ihr Baby und wird auch immer irgendwie eines bleiben – so ist das halt bei Eltern. Und in den ersten Jahren ist so ein Baby auf die Eltern natürlich extrem angewiesen, schon rein überlebenstechnisch. Mit der Zeit kommt dann auch die Persönlichkeitsentwicklung und man lernt die ersten Verhaltensregeln und (im besten Fall) respektvollen und fairen Umgang mit anderen. Man entwickelt sich ständig weiter und lernt jeden Tag dazu – selbstverständlich immer noch unter dem wachsamen Blick der Eltern. Vieles würde man schon gerne können, muss es aber noch mühevoll lernen.

Umgelegt auf unser Unternehmen passt dieser Vergleich eigentlich ziemlich gut. In den ersten ein bis zwei Jahren mussten wir uns jeden neuen Kunden und jedes Projekt hart erarbeiten – und die Chefs programmierten zu dieser Zeit immer fleißig mit, auch als die Firma langsam auf drei, vier und fünf Mitarbeiter wuchs. Gelernt haben wir in dieser Zeit ebenfalls täglich, wenn nicht sogar stündlich. Denn, obwohl natürlich alle studierte Softwareentwickler waren, wurde die eine oder andere Programmiersprache bzw. Technologie noch schnell kurz vor oder (um ehrlich zu sein) auch mal während der Projektumsetzung gelernt. Geschichten von nächtlichen Programmier-Sessions und Geistesblitzen am Heimweg, die dann zu noch späterer Stunde eine Rückkehr ins Büro zur Folge hatten, werden auf Firmenfeiern mittlerweile als lustige Anekdoten zum Besten gegeben. Nein, so sind wir heute nicht mehr, wir haben inzwischen gelernt durchzuschlafen und darauf sind wir auch stolz.

Wir sind total sozial

Mit drei Jahren kommen die meisten Kinder dann langsam in den Kindergarten, wo wieder ganz neue Herausforderungen warten. Plötzlich kann man nicht mehr nur an sich selbst denken, sondern muss lernen, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und mit einer größeren Gruppe von Menschen zu interagieren. Ähnlich war es auch bei uns. Da sich unsere Mitarbeiteranzahl in den ersten drei Jahren jedes Jahr etwa verdoppelt hat, mussten wir nicht nur ziemlich oft das Büro wechseln. Auch strukturell macht es einen großen Unterschied, ob man nun zu fünft, zu zwölft oder zu sechzehnt ist. Vieles musste formalisiert werden und auch einige neue Tools mussten her, ohne das Ganze aber zu sehr zu bürokratisieren. Dieser wichtigen Aufgabe stellten sich Moosi und Claus gekonnt – zum Programmieren kamen sie zu dieser Zeit ohnehin nicht mehr wirklich, da unser Team ja auch vertrieblich ausgelastet werden musste. Das war mitunter eine ziemliche Challenge, da von Anfang an klar war, dass wir uns ausschließlich und vollständig über unser Projektgeschäft finanzieren wollten. Auch dass wir hauptsächlich Augmented Reality Anwendungen entwickeln wollten, wussten wir von Anfang an. Das Problem war nur, dass die meisten unserer potentiellen Kunden damals noch nicht wussten was Augmented Reality ist. Aber mit der Zeit und einem gewissen Maß an Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit hat sich das schließlich auch geändert.

Der Umgang miteinander war bei uns dagegen nie ein Problem, sozial waren wir immer schon – ja, auch als bekennende Nerds. Mit der Betragensnote sollte es also klappen, und mit der Klassengemeinschaft sowieso. Auch wenn in dieser Hinsicht bei uns also immer alles super funktioniert hat, haben wir uns nicht einfach zurückgelehnt und darüber gefreut. Gemütliches Zusammensitzen, gemeinsame Ausflüge oder auch einfach nur blöde Witze beim Mittagessen oder in der Kaffeepause müssen immer sein – nicht nur wenn es wieder „Zeit für eine Teambuilding Aktivität“ ist. Einmal im Jahr geht es beispielsweise zum „Fischen“ nach Ungarn (ja, inklusive Anführungszeichen, exklusive fischen) und auch verschiedene spontane Unternehmungen gibt es ab und zu. Nicht oft genug ist die vorherrschende Meinung, denn wir verbringen eben auch privat gerne Zeit miteinander. Es ist für niemanden „nur ein Job“ – und es ist uns klar, dass das nicht selbstverständlich ist, daher wissen wir das auch sehr zu schätzen.

Der erste „Halbrunde“

Mit 5 hat man dann schon ein bisschen Lebenserfahrung gesammelt. Man weiß, mit wem man befreundet sein möchte und schafft sich so idealerweise ein Umfeld, in dem man sich wohl fühlt. Auch auf unsere Firma traf das zu. Wir hatten uns einen festen Stamm an Kunden und Partnern erarbeitet und unser Team umfasste ca. 20 Mitglieder. Deshalb musste dieser Meilenstein natürlich auch gebührend mit allen Kunden, Partnern und Mitarbeitern (die Zeit hatten ;)) gefeiert werden.

Natürlich läuft nicht immer alles reibungslos ab – ein paar Problemchen bzw. Kinderkrankheiten hier und dort bleiben nicht aus. Im Nachhinein betrachtet sind wir teilweise zu schnell gewachsen und mussten daher organisationstechnisch manchmal wirklich kämpfen, damit unsere Kommunikation weiterhin so gut funktionieren konnte, wie wir das gewohnt waren. Vielleicht haben wir uns ab und zu auch einfach zu sehr darauf verlassen, dass wir uns eh alle verstehen und daher einiges zu wenig strukturiert. Dieser Dinge haben wir uns in den letzten zwei Jahren stark angenommen und arbeiten auch weiterhin ständig daran, einen Arbeitsplatz zu bieten, an dem sich jeder persönlich und professionell entfalten und weiterentwickeln kann.

Ein anderes Problem, dem wir uns in den letzten Jahren ebenfalls gewidmet haben, kam daher, dass unsere potentiellen Kunden jetzt zwar Augmented Reality kannten, CodeFlügel aber nicht. Daher musste so ein richtiger Marketingplan her. Wir haben also auch gelernt, mehr auf andere zuzugehen und unserem Unternehmen sozusagen eine Persönlichkeit mit Wiedererkennungswert zu geben. Ob auf Facebook, YouTube, Veranstaltungen oder in den Medien, wir haben so einiges getan, um auf uns aufmerksam zu machen. Offensichtlich hat das auch funktioniert, sonst würdest du diese Zeilen jetzt gerade vermutlich nicht lesen 😉

Alles in allem finden wir uns gut so wie wir sind, was natürlich nicht heißt, dass wir am Ziel angekommen sind. Seit unserem siebten Geburtstag haben wir uns vermutlich alle noch ziemlich stark weiterentwickelt. Wie jedes Jahr, beginnt also auch jetzt wieder ein neuer Abschnitt mit spannenden neuen Herausforderungen, auf die wir uns freuen. Mit unserer petrolfarbenen Schultüte in der Hand und neugierigem Blick stellen wir uns also zu den Erstklässlern und sind bereit, weiterhin neues zu lernen und Dinge auszuprobieren. Wir sind auch bereit, vielleicht ab und and zu scheitern, wieder aufzustehen und es nochmal neu zu versuchen. Das ist schließlich auch das Gute an der Kindheit – auch wenn uns die Eltern langsam in die Selbständigkeit entlassen, sind sie immer da um uns aufzufangen, falls wir einmal hinfallen.

Wenn dir das jetzt zu lang war und du hierher gescrolled hast um nur das Happy End zu lesen, ist hier die kürzere Alternativversion in Form eines (letzten?) schlechten Witzes: aus Spaß wurde Ernst. Ernst ist jetzt sieben Jahre alt. Und er ist gespannt auf den neuen Lebensabschnitt, der nun auf ihn zukommt. 😉

Happy Birthday, CodeFlügel!

Alisa

Über den Autor

Alisa

Alisa macht *eigentlich* Marketing, wenn nicht gerade ein Angebot zu schreiben, ein Webshop zu administrieren oder sonst etwas Dringendes zu erledigen ist ;) Sie ist nerdiger als sie aussieht und ist leicht für neue Technologien, Medien und Projekte zu begeistern. Ihre größte Schwäche sind Katzen und alles was mit ihnen zu tun hat.