Warum du eine Interactive Wall brauchst

Stell dir mal vor wie Kunden deinen Schauraum oder Messestand betreten. Da liegt kein langweiliger Flyer, kein monotones Video läuft auf einem Bildschirm an der Wand. Nicht bei dir! Stattdessen starren die Kunden gebannt auf die Wand – sie gehen darauf zu, berühren sie mit den Fingern und lösen dabei einige farbenfrohe Animationen und interaktive Effekte aus. So entdecken sie dein Produkt bzw. deine Dienstleistungen auf eine ganz andere Art und Weise und werden noch lange darüber sprechen. Gratuliere, deine Interactive Wall ist das aufregendste Marketinginstrument der ganzen Messehalle.

Interaktive Wände und Oberflächen im Allgemeinen sind ein guter Weg um deinen Marketingaktivitäten das gewisse Etwas zu verleihen. Bilder werden auf eine Oberfläche projiziert oder dargestellt, mit der deine Kunden direkt interagieren können. Dafür gibt es eine ganze Reihe an Anwendungen, von der einfachen interaktiven Wandanimation wie oben beschrieben bis hin zu Spielen und komplexen maßgeschneiderten Anwendungen, die deine Produkte optimal darstellen und deinem Image den nötigen Pep verleihen.

Also einfach gesagt bietet dir eine Interactive Wall einen Wow-Effekt, der sich von den langweiligen und Déjà vu Marketingstrategien deiner Mitbewerber abhebt. Vor einigen Jahren hätten dir da sowohl die Kosten als auch die Machbarkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber heutzutage kannst du dank der immer greifbarer werdenden Technologien deiner Fantasie in dieser Hinsicht freien Lauf lassen.

Wo anfangen?

Wie baust du dir also eine Interactive Wall? Naja, bevor es ans tatsächliche Bauen geht, ist es natürlich sinnvoll kurz darüber nachzudenken, welche und wieviele Ressourcen in so ein Projekt fließen. Und natürlich steht da ganz am Anfang die richtige Hardware. Für eine Wand die auf Touch-Interaktionen reagiert, brauchst du einen Computer, einen Projektor und einen Weg die Touch-Gesten zu erkennen.

Deine erste, relative günstige Möglichkeit ist hier ein kompakter und günstiger Computer (wie z.B. einer aus der Intel NUC Serie), sowie eine Kamera in Kombination mit einem Standard-Projektor. Kameras wie z.B. die Microsoft Kinect 2.0. liefern dir nicht nur einen Videostream, sondern auch 3D Tiefeninformationen, die du dann mit Gestensteuerungs- oder Computer Vision Software kombinieren kannst, um die interaktive Bedienung zu ermöglichen.

So ein Aufbau sollte dir für einfache Anwendungsfälle reichen, allerdings solltest du dich darauf gefasst machen, dass du unter Umständen später mehr Zeit in aufwändige Softwarelösungen stecken musst, wenn deine Anforderungen komplexer werden.

Die etwas raffiniertere Alternative

Ein anderer Weg, der dir viel Zeit und Mühe ersparen könnte, ist die Investition in spezialisierte Hardware. Hier könntest du dich zum Beispiel nach einem Projektor umsehen, bei dem die Gestenerkennung schon integriert ist. Nach meiner Erfahrung liefert dir diese Lösung sehr gute und genaue Ergebnisse.

Und da gibt es einige Produkte, die deinen Anforderungen diesbezüglich entsprechen. Zwischen Projektoren mit integrierten Infrarotsensoren für die Gestenerkennung und exotischeren Lösungen wie beispielsweise flachen tischartigen Displays ist hier alles vertreten. Letztere gibt es auch mit Objekterkennung, wodruch das Display erkennt, wenn etwas auf ihm abgestellt wird.

Die Software dahinter

Die Hardware ist die eine Sache, um aber ein fertiges Projekt daraus zu machen, darf die Software nicht fehlen. Du willst deinen Kunden schließlich Effekte liefern, die deinem und ihren Qualitätsansprüchen entsprechen. Wenn du etwas einfaches wie ein lustiges Spiel oder simples Malen an der Wand umsetzen möchtest, sollten dir fertige Lösungen wie LumoPlay oder LuminVision reichen.

Wenn du allerdings speziellere Anforderungen hast, solltest du darüber nachdenken, Frameworks wie Grafik- und Game Engines zu verwenden, die sich für multimedia-Anwendungen eignen. Unity, ein Framework zur Spieleentwicklung, bietet dir beispielsweise eine ganze Reihe an Möglichkeiten und lässt dich mit ein paar Klicks (vorausgesetzt du kennst dich gut damit aus ;)) maßgeschneiderte Lösungen für deine Anwendungen bauen. Du kannst dich natürlich auch auf allgemeinere Frameworks wie Qt. oder die .NET Plattform verlassen. Damit bist du auf lange Sicht vielleicht sogar flexibler, aber dafür ist der Initialaufwand hier unter Umständen etwas größer.

Ist eine Interactive Wall DIE Lösung für dich?

Nun, das kommt wie immer ganz auf deine speziellen Anforderungen an. Folgende Fragen solltest du dir jedenfalls stellen: Ist eine interaktive Oberfläche das richtige Medium für dein Unternehmen oder Vorhaben, speziell auch was die Finanzen betrifft? Würdest du die Anwendung selbst erstellen, oder für die Software-Seite jemanden beauftragen? Welche Hardware ist am geeignetsten für deinen bestimmten Anwendungsfall? Möchtest du die interaktive Oberfläche noch mit weiteren spannenden Technologien wie zum Beispiel Augmented Reality verbinden um noch mehr hervorzustechen?

Ich weiß, viele von diesen Fragen sind für dich jetzt sicher noch offen. Aber ich hoffe, dass ich dir in dieser kurzen Einführung das Konzept der interaktiven Oberflächen und dessen Anwendung ein bisschen näher bringen konnte. Und ich hoffe du hast jetzt eine Ahnung davon, welche Möglichkeiten dir hier grundsätzlich für Konzept und Umsetzng zur Verfügung stehen.

Wenn du dich jetzt für das Thema Interactive Wall bzw. Interactive Surface interessierst, dann melde dich einfach und ich zeige dir bei einem unserer nächsten Workshops live was man so alles damit machen kann.

Auch sonst interessiert mich deine Meinung zu dem Thema – hinterlass uns doch einen Kommentar in unseren sozialen Netzwerken, oder schick uns ein Email.

 

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