Wie Markus zu STEVE wurde – das digitale Fernrohr

Das ist Markus und Markus ist ein STEVE. Hm klar, du wirst dich jetzt fragen, „Was ist ein STEVE und wieso heißt dieser STEVE Markus?“ Aber langsam und schön der Reihe nach. STEVE gehört zu einer ganz speziellen Gattung: er ist ein wunderschöner Panoramaviewer.

das ist steve

Im Grunde kann man sich STEVE wie ein Münzfernrohr vorstellen, und das ist nicht mal allzu weit hergeholt, schließlich schaut er genau so aus. Aber im Gegensatz zu einem normalen Fernrohr kann er viel mehr. STEVE steht nämlich eigentlich für „stationary tool enabling virtual experiences“. Das heißt, STEVE ist ein digitales Fernrohr mit dem man in fremde Welten schauen kann. Und das genialste an der Sache ist – Münzen braucht man dafür keine. Umsehen kann man sich mit STEVE natürlich trotzdem, aber eben nicht in der realen Umgebung, sondern wo immer man möchte. Dabei ist STEVE auch alles andere als langweilig. Dafür sorgt sein roter Knopf, mit dem man zwischen verschiedenen Panoramabildern umschalten kann. Im Übrigen können diese Panoramaaufnahmen auch ganz einfach über die Cloud ausgetauscht werden.

Und wer ist Markus?

Ja, nachdem du nun weißt was ein STEVE ist, fragst du dich bestimmt immer noch was das Ganze mit Markus zu tun hat. Nun, Markus ist der erste STEVE den wir gebaut haben. Genauer gesagt ist Markus einer von dreien die im Minimunds in Kärnten stehen. Und um deiner Vorstellungskraft auf die Sprünge zu helfen, so sieht die Geburt von unserem Markus aus.

die geburt von steve

Das spezielle an Markus, und der Grund wieso wir hier überhaupt über ihn reden ist, dass er kein einfacher STEVE ist. Schließlich war er unser erster und ganz schön widerspenstig. Außen besteht Markus aus einem Metallgehäuse, das natürlich eine Menge Anforderungen erfüllen muss. Jeder soll Markus benutzen können, daher kann man ihn beliebig groß und klein machen. Man muss Markus auch im Kreis drehen können, schließlich wollen wir, wie bei einem richtigen Fernrohr, jeden Winkel der digitalen Welt betrachten können. Das muss auch nach oben und unten funktionieren, und das so geschmeidig wie möglich. Weil wir davon keine Ahnung haben, haben wir uns Hilfe bei unseren Partnern von IWX Messner geholt, die das Äußere von Markus gefertigt haben.

Die Technik dahinter

Aber kommen wir zum Innenleben von Markus und auch allen anderen STEVEs, denn davon haben wir Ahnung. Über zwei Linsen, eine fürs rechte und eine fürs linke Auge, schaut der Nutzer von Markus auf ein Display. Auf diesem Display wird für jedes Auge ein Bild aus einer digitalen Welt dargestellt. Der Bildausschnitt wird Aufgrund der physikalischen Orientierung des Gehäuses ausgewählt. Also so wie man es erwartet, wenn man mit einem Fernrohr die physikalische Umgebung betrachtet. Aus technischer Sicht messen Sensoren die Orientierung von STEVE, übertragen diese auf eine virtuelle Kamera, welche wiederum ein Panorama filmt, das auf die Innenseite einer Kugel gerendert wird.

Hm, naja gut, die Geeks unter euch werden jetzt aufschreien und sagen, „Na super, STEVE ist also ein Virtual Reality Panoramaviewer.“ Und ja, ihr lieben Geeks da draußen, ihr habt recht. Markus und alle weiteren STEVEs sind Virtual Reality Panoramaviewer in einem netten Gehäuse. Aber passt trotzdem auf, denn ein wenig mehr können unsere STEVES dann schon noch. Die Panoramen können zum Beispiel über ein Backend ausgetauscht und erweitert werden. Wenn man die Stromversorgung von Markus kappt schaltet er sich automatisch aus. Bekommt er wieder Strom, schaltet er sich automatisch ein. Das heißt, unter Strom ist Markus ‚always on‘. Zum Wechseln der Panoramen haben wir unseren ihn mit einem großen, roten und gut sichtbaren Taster ausgestattet. Damit teilen wir ihm mit, wenn er ein anderes Panorama anzeigen soll. Und zu allem Überfluss haben wir unserem Markus auch noch beigebracht auf uns zu hören, wenn er unerwarteter Weise mal zicken sollte. Wir haben einen remote Zugang installiert, mit dem wir unseren Markus (und natürlich auch alle anderen STEVEs) vom Büro aus steuern können.

steve in action

Das macht euch Angst? Sollte es auch, schließlich ist Markus nur der erste unserer STEVEs und es werden noch viele weitere folgen. Solltet ihr jetzt auch an einem STEVE interessiert sein um zum Beispiel vom Messestand aus ein Fertigungswerk zu zeigen oder im Museum ins Weltall zu blicken, oder wenn einfach gerne Touristen hänselt und vor dem Eiffelturm einen STEVE aufstellen wollt, der die Chinesische Mauer zeigt, dann gibt es alle notwendigen Informationen auf der Webseite virtual-viewfinder.com.