Meilensteine – wie kleine und große Ideen die (Arbeits-)Welt verändern

2017 war für uns ein Jahr der Meilensteine, und zwar sowohl was die Technologien mit denen wir arbeiten betrifft, als auch in Bezug auf unsere eigene Entwicklung. Die Frage, die ich mir für diesen Artikel also gestellt habe ist: was haben die Meilensteine in der Entwicklung von Augmented Reality und unsere Meilensteine bei CodeFlügel miteinander zu tun?

Bevor ich mich aber dem eigentlichen Thema widme, eine kleine Warnung bzw. ein Hinweis: Wenn man von stereotypischen Charakteristiken ausgeht, werden alle Techniker und technikinteressierten Innovatoren unter den Lesern wohl nur eine Hälfte dieses Artikels spannend finden. Die Berater, Führungskräfte, Personalentwickler und wie sie alle heißen, wird hingegen womöglich genau die andere Hälfte interessieren. Ich wage dieses Experiment dennoch und sehe ihm noch dazu (vor allem motiviert durch mein neues Lieblingsvideo und dem damit verbundenen Motto „hat ja mit mir nix zu tun“) völlig gelassen entgegen. Die einzige Versprechung, die ich mache ist, dass ich bei der Beantwortung meiner Frage chronologisch strukturiert vorgehe. Außerdem werden die beiden Themen durch normale bzw. kursive Schrift voneinander getrennt, damit du notfalls selbst entscheiden kannst, wann und wo du eventuell Lesezeit sparen möchtest 😉

Also los

Technologisch gesehen, liest du diesen Artikel in einer sehr spannenden Zeit. In unserer Branche, rund um Augmented Reality und neue Technologien, tut sich aktuell sehr viel. Anfang des Jahres präsentierten die ersten Hersteller marktreife Project Tango Anwendungen auf speziellen Endgeräten. Google sah dieses Projekt als sehr zukunftsweisend an und es galt allgemein die Vermutung, dass die entsprechende Technologie in den nächsten Jahren in mehr und mehr Smartphones verbaut werden würde. Große Firmen wie Bosch oder Universitäten wie die ETH Zürich setzten daher auf Google Tango und auch wir haben beim Forum Alpbach den Messestand des Silicon Alps Clusters mit Tango Geräten und einer dazugehörigen Augmented Reality Anwendung ausgestattet.

Genau zur selben Zeit nahmen 17 von damals 20 (mittlerweile bereits 22) CodeFlügel Mitarbeitern an einer Erhebung namens Marktdialog 2017 der Wirtschaftscoaches Steiermark Teil. Das Ergebnis der Befragung war, dass wir total innovativ sind (puh, Glück gehabt ;)), für unsere Werte stehen und die richtigen Leute im Team haben. Die „Marktexzellenz“ in Bezug auf unsere Prozesse und Ziele (d.h. wie reibungslos unsere Tätigkeiten ablaufen) ergab allerdings ein paar kleine Schwächen. Da wir ohnehin bereits Ende 2016 unsere Visionen und Missionen bei CodeFlügel als wichtige Entwicklungsaufgabe für das folgende Jahr definiert hatten, machten wir uns also daran, diese in konkrete Maßnahmen umzuwandeln und umzusetzen.

Durch einen mehr als glücklichen Zufall lief unserer Geschäftsführung gleichzeitig ein Organisationsentwicklungs-Team (kurz OE oder bei uns liebevoll als „OJE“ ausgesprochen) in die Arme, das sich auf der Suche nach einem Partner für ihre Masterarbeit befand. Also nahmen wir uns gemeinsam mit ihnen unserer Organisation an, um unsere Stärken zu stärken und unsere Schwächen zu schwächen 😉

Wie ging es weiter?

Dann kam der Juni, in dem Apple sein ARKit vorstellte. Es funktioniert mit der aktuellsten Bebriebssystemversion von Apple (iOS 11) und ansonsten ähnlich wie Googles Project Tango, ist aber nicht ausschließlich auf spezielle verbaute Hardware angewiesen. Auf den Markt kam ARKit offiziell diesen Herbst, aber wir hatten schon vorher Gelegenheit es zu testen und einige Demos zu entwickeln.  Außerdem antwortete Google bereits Ende August auf die Innovation von Apple und stellte ARCore vor. Dieses Pendant zum ARKit läuft momentan ebenfalls nur auf dem Samsung S8 und Googles eigenen Pixel Modellen, ermöglicht aber Android Fans nun das markerlose Augmented Reality Tracking, wie es im folgenden Video zu sehen ist.

Aktuell gehen wir davon aus, dass Google und alle anderen großen Android Hersteller wie Samsung, Huawei, HTC, … viel daransetzen werden, ARCore voranzutreiben. Dies wird dann höchstwahrscheinlich das Google Tango Project in den Hintergrund drängen.

Währenddessen ist auch unsere Organisationsentwicklung noch in vollem Gange. Laut der ÖVS ist Organisationsentwicklung eine Sonderform der Organisationsberatung und konzentriert sich im Wesentlichen auf den sozialen Wandel in Organisationen. Sie kann als zielgerichtete Prozessbegleitung bei Veränderungen in Organisationen bezeichnet werden. Was das OE (oder OJE) Team also gemacht hat war: sich top vorbereiten, mit uns reden, kluge Fragen stellen und Arbeitsblätter und Methoden zur Verfügung stellen. Das passierte in zwei Abklärungsgesprächen, zwei Teamworkshops und zwei Follow-Up Meetings.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass wir durch Exnovation (die Abschaffung von Altem, Verabschiedung von Prozessen) der Innovation Platz gemacht haben. Und wir haben dadurch einiges erreicht bzw. verändert: Wir haben unser Office- und Qualitätssicherungs-Team verstärkt, den internen Wissensaustausch über Entwicklerworkshops verfeinert und unseren Mitarbeitern (im Rahmen der von uns so betitelten „spiel-mit-dir-selbst-Zeit“) die Möglichkeit gegeben, eigene Ideen weiterzuentwickeln. Außerdem haben wir einige bestehende Workflows (Checklisten, HowTos, …) überarbeitet oder teilweise auch über Bord geworfen, uns auf Aufgaben, Abläufe und Werte in unserer Kunden- und Teamkommunikation geeinigt und Recruiting-, Onboarding- und Mentoring-Systeme ausgearbeitet, um weitere Kollegen aufzunehmen und unsere Employer Brand zu stärken. Diese Neuerungen haben wir schließlich in einem CodeFlügel Betriebshandbuch für (neue) Mitarbeiter niedergeschrieben. Auch unsere Süßigkeitenschublade wurde zum Ausgangspunkt vieler Diskussionen und inspirierte einen unserer Leitsätze: „Wir wollen Schokolade!“

Ein wichtiger Bestandteil

In all diesen Ausführungen ist es ein Muss, die Microsoft HoloLens zu erwähnen. Diese Mixed-Reality Brille ist rechenstark, hat Tiefensensoren verbaut, funktioniert kabellos ohne separaten PC oder mobiles Endgerät und bringt diverse Vorteile hochauflösender Projektionen auf einem transparenten Bildschirm mit sich. Man darf gespannt sein, wie Microsoft diese Brille samt Gestensteuerung und Spracherkennung weiterentwickelt. Erste von uns umgesetzte Anwendungen für Marketing- und Schulungszwecke in der Industrie begeistern bereits uns, unsere Kunden und die Anwender!

In all diesen Ausführungen ist es außerdem ein Muss, unsere Employer Brand zu erwähnen. Ich musste beim Recherchieren zum Blog echt schmunzeln was Wikipedia über die „Einflussfaktoren“ einer Employer Brand sagt. Ohne, dass wir es bewusst getan haben und wussten, wie man so etwas am besten angeht, haben wir in den letzten Monaten durch unsere intensive Beschäftigung „mit uns selbst“ eine CodeFlügel Employer Brand geschaffen, mit der wir aktuell sehr zufrieden sind. Unser supertolles Marketing, hat das auch schon grafisch in Szene gesetzt.

Der Ausgangspunkt für die Zukunft

Was trotz Innovation bleibt: Augmented Reality ist ein „schwammiger Begriff“, ebenso wie die „artverwandte“ Mixed- und Virtual Reality. Sie wird uns aber alle in den kommenden Jahren begleiten, unterstützen und unterhalten – das belegen aktuell nicht nur Studien, sondern auch die Entwicklungen in der Branche.

Was trotz Innovation bleibt: wir als CodeFlügel legen Wert auf flexible und zuverlässige Mitarbeiter, die Humor und Motivation in die Firma einbringen. Wir schaffen Raum für innovative Ideen und Selbstverwirklichung. Wir lösen Konflikte durch ehrliche, aber zugleich höfliche und konstruktive Kritik. Wir arbeiten mit Leidenschaft und Hingabe an spannenden Projekten. Wir wollen Schokolade.

Die Antwort auf meine Frage

Was haben also die Meilensteine in der Entwicklung von Augmented Reality und unsere Meilensteine bei CodeFlügel miteinander zu tun? Für mich als Mitarbeiterin bei CodeFlügel natürlich so einiges – für dich auf den ersten Blick vielleicht recht wenig, aber das ist Ansichtssache 😉

Wenn du dich jetzt wegen dieser Antwort ärgerst, oder keinen Spaß beim Lesen hattest, dann sieh dir noch dieses Video an, damit du dein Immunsystem trotzdem noch positiv beeinflussen kannst (vor allem, wenn du in einem Großraumbüro sitzt, empfehle ich dir das Video zumindest von Minute 7:20 bis 8:20)

Lust auf mehr? Melde dich jetzt für unseren monatlichen Newsletter an!