Ein Sozi in der IT Branche – warum Begeisterung verbindet

Mein Weg in die IT Branche war so gar kein direkter. Ich bin ja eigentlich ausgebildete Sozialarbeiterin – und wer meine lieben KollegInnen bei CodeFlügel kennt, wird sich denken können, dass das im Büro auch mal für ein Scherzchen gut ist. Aber eigentlich gibt es mehr Gemeinsamkeiten zwischen meinen beiden Berufsfeldern als man vielleicht denkt. Glaubst du nicht? Dann lies weiter.

virtual-reality-begeisterung

 

Eine Gemeinsamkeit ist schon mal das Arbeiten mit Begeisterung. Der Verkaufsschlager Pokémon Go zeigt uns welche Begeisterungswellen Softwarelösungen freisetzen können. Und diese Begeisterung zu nutzen ist meiner Meinung nach der Schlüssel im Marketing des 21. Jahrhunderts (ok, der nächsten Jahrzehnte, bis diese heute innovativen Technologien auch schon wieder langweilig sind, aber ich meine Begeisterung soll bleiben). Meine grundlegenden Argumente sind jedenfalls diese:

Alle Unternehmen (und damit meine ich wirklich alle – also meins, deins, NPOs, AGs, OGs, GmbHs, KGs,…) sind auf der Suche nach Lösungen, die Kunden akquirieren, binden und gewinnen. Es geht um die Intensität der Kundenbeziehung und deren Dauer. Es sollen die Kundenzufriedenheit und Kauffrequenz gesteigert werden, sowie das Kundenpotential besser ausgeschöpft werden. Warum? Damit du und ich kaufen und du und ich verkaufen, damit wir Gewinn machen, schneller wahrgenommen werden, besser dastehen, und, und, und.

Willkommen in der freien Marktwirtschaft, willkommen im Marketing!

Ich als Sozi fand das ja immer total arg, dieses „immer mehr“, dieses „posen“- furchtbar für eine Weltverbesserin wie mich 😉 Aber: Nach einigen Monaten Berufserfahrung (wohlgemerkt im Sozialbereich) verstand selbst die Sozialromantikerin in mir, dass es wichtig ist, gesehen & gehört zu werden. Wir sind schließlich davon abhängig (wir wollen was essen, wir wollen dies und das). Auch die Caritas will noch mehr Menschen helfen und braucht dazu noch mehr Geld. Nun aber weg von der Sozialpolitik, denn hier möchte ich von meiner Erfahrung als Nicht-Technikerin mit Sozi-Hintergrund in der IT berichten. Daher: willkommen in der Psychologie!

Denn egal wie ich es drehe und wende, wenn ich mir Unternehmen, sei es die CodeFlügel GmbH oder die Caritas (sorry, Chefs, aber wir haben da echt manchmal Ähnlichkeiten) ansehe, geht es immer um Menschen. Menschen die interagieren, sprich kommunizieren, wahrnehmen, selektieren, bewerten, fühlen und handeln (und auch ‚unterlassen‘ ist eine Handlung, so die Psychologie 😉 )

So bringe ich nun Psychologie und Marktwirtschaft, zusammen und verknüpfe das beispielsweise mit einer AR-Anwendung. An dieser Stelle ist das jetzt für dich sicher noch kein logischer Gedankensprung, also bleiben wir mal ganz trivial.

Weshalb mit Kunden kommunizieren?

Kunden haben in der Regel Informationsdefizite. Das klingt jetzt schlimmer als es ist – es bedeutet eigentlich nur, dass sie nach anderen Gesichtspunkten entscheiden als jemand, der sich mit dem angebotenen Produkt oder der Leistung wirklich gut auskennt. Ihnen fehlt das Hintergrundwissen, daher entscheiden sie aufgrund des Preises, der greifbaren (technischen) Daten, der dargestellten Erfahrung, und des Vertrauenslevels. Kurz: sie entscheiden auch emotional. Dieses Kundenverhalten zu nutzen, also Maßnahmen zu setzen, damit die Kunden besser beurteilen können, ist Aufgabe des Unternehmens.

Wir Menschen, also Kunden, leben in einer Welt starker Informationsüberflutung, gesättigter Märkte und austauschbarer Angebote. Daher ist es auch Aufgabe der Unternehmen Informationen aktivierend (kognitiv und emotional) zu verpacken um die Aufmerksamkeit der (potentiellen) Kunden zu lenken. Nutzt ein Unternehmen diese Auseinandersetzung des Kunden mit dem Unternehmen, so dient dies wiederum der Marktbekanntheit. Je nach Interaktion trägt es zur Imageverbesserung, zur Serviceorientierung, oder zum Customer Building und zur Customer Relationship bei.

Und ganz nebenbei geschieht das auch, wenn diese Kommunikation nicht aktiv betrieben wird. Ganz nach Watzlawick: Unternehmen sind immer Sender und Empfänger, Unternehmen können nicht nicht-kommunizieren!

Kommunikation und Technik am Beispiel Augmented Reality

Augmented Reality können wir hier als neue Informations- und Kommunikationstechnik verstehen, die zur Aktivierung emotionaler und gedanklicher Vorgänge führt, die Entscheidungsprozesse vorantreibt, das sogenannte Involvement erhöht und längere Verweildauer schafft.

Augmented Realty kann somit in jeder Phase des Kundenlebenszyklus eine unterstützende Funktion einnehmen und ist nicht nur eine Spielerei, sondern (bei professionellem Einsatz) ein wertvolles Marketinginstrument mit tiefgehender Wirkung. Die Informationsweitergabe gelingt schnell & nachhaltig, weil mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Als Sozi würde ich es so formulieren: es führt zum Zusammenwirken mehrerer Reizmodalitäten und ist daher besonders erfolgreich (vgl. sensorisches Lernen).

Aber auch simple mobile Apps, Webpages, Produktkonfiguratoren, individuelle Softwarelösungen (CRM-Systeme, Excel-Makros,..) dienen der Kommunikation – gesetzt den Fall sie sind anwenderfreundlich umgesetzt. Daher könnten wir dasselbe Spiel auch mit diesen Anwendungen durchspielen. Ich will aber lieber noch was über die Begeisterung schreiben, daher lasse ich dich das selber machen oder du wartest auf künftige Blogartikel 😉

Wo bleibt jetzt die Begeisterung?

Kommt gleich, dazu wieder ein AR-Beispiel, da lässt es sich am besten erklären. Hast du schon mal in das Gesicht eines Menschen sehen können, der zum ersten Mal mit dem Smartphone oder Tablet ein Referenzbild abgescannt und Einblick in die wunderbare Welt von Augmented Reality bekommen hat?  Ich sage dir, das ist ein wirklich wunderschöner Moment! Staunen, ein Wow, Faszination, Begeisterung pur. Ich denke, weiter muss ich das hier gar nicht ausführen, probier es am besten selbst an jemandem aus 😉

begeisterung-augmented-reality

Begeisterung steigert die Motivation!

Begeisterung ist die stärkste Motivation, die beste Botschafterin für eine Sache. Menschen, die begeistert sind, können auch andere Menschen dafür gewinnen. Begeisterungsfähigkeit wirkt ansteckend.

Physiologisch gesehen (ja, da kommt der Sozi wieder raus) ist Begeisterung ein Erregungszustand des Mittelhirns. Dadurch können in einer Kette von Reaktionen eine Reihe von Neurotransmittern ausgeschüttet werden – darunter Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sowie Endorphine und Enkephaline.

Ganz un-wissenschaftlich lässt sich das auch im folgenden Video beobachten.

Nicht nur von Natur aus überdurchschnittlich begeisterungsfähige Menschen erleben dieses Hochgefühl. Jeder Mensch kann in sich das Feuer der Begeisterung entfachen. Und somit bin ich da angelangt wo die besagte Psychologie mit der Wirtschaft und der Technologien zusammentrifft: Softwarelösungen helfen Unternehmen bei der Kommunikation und können begeistern! Und das ist dann eigentlich doch ganz trivial, nicht?

Mehr davon gefällig? Melde dich doch für unseren Newsletter an!