Mehr Downloads für deine App durch App Store Optimierung!

Viele Entwickler kennen das Problem. Man steckt viel Zeit und Energie in die Entwicklung seiner eigenen App und möchte möglichst vielen Menschen damit Freude bereiten oder die Arbeit erleichtern. Voller Vorfreude stellt man dann die App in die Stores und kann es kaum erwarten, dass die Downloadzahlen hochschnellen. Doch meist kommt dann nach kurzer Zeit die Ernüchterung: die Downloads haben sich bei knapp 50 Stück eingependelt und wollen einfach nicht mehr werden. Wenn man nun finanziell von Apps abhängig ist, ist das Problem natürlich noch viel gravierender.  Zeit für ASO!

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Wie finden User Apps, die sie installieren?

Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten und hat sich über die Jahre hinweg kaum verändert. Über die Hälfte der User finden die Apps die sie installieren über eine direkte Suche im entsprechendem App-Store.

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Abb.1 basiert auf einer Umfrage unter 476 Android Usern (GooglePlay) und Abb.2 basiert auf einer Umfrage unter 350 iPhone Usern (AppStore). Quelle: http://www.mobiledevhq.com/resources/whitepaper_how_users_find_apps.pdf

Was heißt das für uns, wenn wir wollen, dass unsere Apps gefunden werden? Na klar, eine Suche nach diversen Suchbegriffen muss zu unserer App führen.

Wie findet man meine App über die Suche?

Der erste Schritt ist natürlich, dass man nach einer Suche eines relevanten Suchbegriffs auch in den Ergebnissen des Users auftaucht. Dazu gehört nicht nur der Suchbegriff „[Genauen Namen deiner App einfügen]“, sondern auch Suchbegriffe rund um Themen, mit denen sich deine App befasst. So könnte es zum Beispiel wünschenswert sein, dass eine Suche nach dem Begriff „augmented reality“ unsere Demo App als Ergebnis liefert.
Hierfür ist es notwendig, dass man die richtigen Keywords für die App findet. Dies hört sich trivialer an als es ist, denn es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Natürlich sollten viele Leute nach den definierten Keywords suchen, um mit ihnen eine breite Masse anzusprechen, allerdings sollten sie auch nicht so allgemein sein, dass jede zweite App im Store die gleichen Begriffe verwendet, denn dann ist der Wettbewerb zu groß.
Das Ziel ist somit, möglichst themenrelevante Begriffe zu finden, von denen man zu wissen glaubt, dass User die danach suchen auch Interesse haben, die App herunterzuladen.

Hier ist es auch hilfreich zu wissen, dass die meisten User grob nach Themen suchen. Wenn man sich nun zum Beispiel für Fußball interessiert, suchen viele Person einfach nach dem Begriff „Fußball“, ohne genau zu wissen was sie erwartet, oder ohne ein bestimmtes Problem lösen zu wollen. Natürlich widerspricht sich das wieder mit den Keywords, die möglichst wenig Konkurrenz haben sollen, aber hey – ich hab dir ja gesagt dieser Teil ist nicht trivial 😉

Am besten man denkt selbst kurz darüber nach und entscheidet sich für einige Keywords. Es gibt allerdings auch etliche Hilfsmittel online, die einem dabei helfen, passende Keywords zu generieren.
Es würde zu tief in die Materie eintauchen, diese Tools hier vorzustellen, aber ein guter Start ist diese Übersicht (Punkt „App Store Optimization“).

Wie bringe ich Leute dazu, meine App aufzurufen?

Yay, nun taucht meine App in den relevanten Suchen von Usern auf. Wie kann ich nun dafür sorgen, dass die User auch meine App auswählen und in weiterer Folge auch auf ihrem Gerät installieren?

Die Antwort ist naheliegend: Das was die User als erstes sehen, muss sie ansprechen. Und für uns heißt das, dass wir uns einen Titel einfallen lassen und ein super App Icon entwerfen müssen.

Ich dachte vorher immer, dass der Titel kurz und bündig sein muss. Aber nein, die Wahrheit geht in eine andere Richtung: ein möglichst langer Titel, der auch die wichtigsten Keywords enthält.
So weiß zum Beispiel jeder, was man auf eBay machen kann. Dennoch heißt die App nicht „eBay“, sondern „eBay – kaufen & verkaufen“.

Beim App Icon hat man schon mehr Spielraum, das heißt aber natürlich auch mehr Möglichkeiten, Fehler zu begehen 😉 Natürlich kann man nicht alles generalisieren und überall gibt es Ausnahmen zur Regel, aber ein paar allgemein anerkannte Guidelines gibt es, angefangen mit: je simpler, desto besser!
Am besten ist es, keine Wörter im Icon zu inkludieren und klare Formen und Symbole zu verwenden (keine Fotos!). Auch die Farbauswahl sollte man auf ein Minimum reduzieren und wenn möglich nicht mehr als zwei Farben nutzen. Natürlich sollte das Icon auch zur App die dahinter steckt passen, aber das ist ja meistens sowieso der Fall.

Wie bringe ich Leute dazu, meine App herunterzuladen?

Jetzt kann fast nichts mehr schiefgehen, da der User sich schon auf der Übersichtsseite meiner App befindet. Was sieht der User hier? Die Beschreibung der App, Screenshots und Bewertungen anderer User!

Bei der Beschreibung ist es wichtig, auf kurze und möglichst aussagekräftige Sätze zu achten. Wir müssen den User unserer Zielgruppe davon überzeugen, dass er die App braucht. Also liefern wir ihm Gründe und Argumente! Ein gutes Mittel dafür sind auch Bullet-Points, die die Vorteile und den Nutzen der App hervorheben.

Wenn es um Screenshots geht sollte man, gleich wie bei der Beschreibung, möglichst viele Argumente rüberbringen, die den User bewegen unsere App herunterzuladen. Hier kann man kreativ sein und die App von ihrer besten Seite präsentieren.

Bei den Bewertungen ist es schwierig, da man aktiv wenig Einfluss darauf hat. Man kann zwar im Bekanntenkreis darum bitten, dass die App gut bewertet wird, allerdings birgt dies auch Risiken. Wenn die Qualität der App offensichtlich nicht ihren Bewertungen entspricht (z.B. eine objektiv gesehen minderwertige App mit zehn 5-Sterne Bewertungen) sind viele User eher dazu geneigt, aus Frust schlechte Bewertungen abzugeben.

Um User dazu zu bewegen Bewertungen abzugeben, kann man innerhalb der App ein Pop-Up einbauen, welches die User dazu auffordert. Am besten sollte dieser Popup erscheinen, nachdem der User ein Erfolgserlebnis hatte. Man kann hier auch die Möglichkeit nutzen, eine schlechte Bewertung abzufangen, in dem man auf ein Feedback-Formular umleitet, was dem User die Gelegenheit gibt mit dem Support in Verbindung zu treten und das Problem direkt zu lösen.

Der User hat die App installiert! Aber phew… da ist ja ganz schön viel zu beachten!

Erstmal Gratulation, wir haben es geschafft unsere (bestimmt supertolle) App an die User zu bringen! Sicher können sie nicht genug von unserer App bekommen:

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Wenn dir das schon zu viel ist, muss ich dich leider enttäuschen! Das war gerade einmal die Spitze des Eisbergs. Man kann sich in die Materie noch viel exzessiver einlesen und viele verschiedene Tools und Services nutzen, um das Optimum aus der Optimierung (höhö) herauszuholen. Aber jetzt auch nicht den Kopf in den Sand stecken!

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Für eine gewöhnliche App sollten diese ersten und wichtigsten Schritte über 90% deiner Möglichkeiten abdecken, um einen Erfolg zu erzielen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

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