Warum Bloggen gut fürs Geschäft ist – 5 Tipps für einen erfolgreichen Blog

Jede Woche wird bei uns über ein neues Thema berichtet. Korrektur: fast jede Woche, denn manchmal gibt es im Team auch Gegenargumente wie diese: Ich habe doch schon so viel zu tun, das hat Vorrang! Bloggen bringt nichts, ein Kundenprojekt schon! Außerdem fällt mir kein spannendes Thema ein, und mein Arbeitsalltag interessiert doch keinen! Auch ich habe dazu den einen oder anderen Satz beigesteuert und vielleicht geht es dir ähnlich. Aber eigentlich sind das nur Vorwände – Bloggen bringt sehr viel und kann besonders für kleine und mittlere Unternehmen äußerst nützlich sein. Glaubst du nicht? Dann lies weiter.

blogging

Fangen wir mal beim Offensichtlichen an. Menschen lesen deinen Blog. Das heißt, es kommen neue Nutzer auf deine Webseite. (Wenn dein Blog auf deiner Webseite gehostet ist, das sollte er nämlich auf alle Fälle sein!) Natürlich sind deine Leser anfangs mitunter oder vielleicht zum Großteil Menschen die dich schon kennen und die bereits deine Kunden sind. Aber diese Menschen kennen andere Menschen und jeder deiner Blogartikel gibt ihnen die Gelegenheit, diesen in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Xing oder LinkedIn zu teilen. Und ganz nebenbei füllt es auch deine eignen Profilseiten mit interessanten Inhalten und du musst dir nicht immer fieberhaft überlegen was du nun als nächstes an deine Follower posten kannst – eine herrliche Symbiose.

spikes in our blog

unsere Webseiten-Zugriffe – die Spitzen sind Blogtage

Auf dem Bild oben sieht man unseren eigenen Website Traffic. Die Ausreißer nach oben sind fast nur Donnerstage – der Tag an dem wir wöchentlich bloggen. Jetzt denkst du dir vielleicht: „Okay, an dem einen Tag gehen die Besuche nach oben, aber zahlt sich der ganze Aufwand für 300 Besucher wirklich aus?“ Die Frage ist natürlich berechtigt, aber die 300 Besucher am ersten Tag sind nicht der ganze Traffic, den dir so ein Blogartikel bringt. Wenn sich die Inhalte auf deiner Webseite nämlich regelmäßig ändern, dann werden auch die Suchmaschinen auf dich aufmerksam und du wirst weiter vorne in den Ergebnissen angezeigt und öfter und leichter gefunden. (Deshalb solltest du eben den Blog auf deiner Seite hosten, denn wie oft kann man die Information auf seiner ‚Über Uns‘ Seite wirklich ändern?)

Werde zum Dauerbrenner

Deine Blogartikel verschwinden ja nach dem Tag an dem du sie veröffentlichst nicht in der Versenkung. Sie generieren auch weiterhin Klicks. Laut der Marketingplattform Hubspot hat einer in 10 Artikeln das Potential zum Dauerbrenner zu werden und 6x mehr Besuche als andere Artikel zu generieren und so über die Zeit einen Großteil der Zugriffe auf deine Webseite auszumachen.

compounding posts

(c) Hubspot

So ein ‚Dauerbrenner‘ gelingt natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen, aber ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es sie gibt. Das Schreiben eines solchen Artikels ist selbstverständlich keine genaue Wissenschaft, aber wenn du dabei auf ein paar Dinge achtest, wird sich auch unter deinen Blogartikeln einer heraus kristallisieren. Deshalb gibt es nun endlich die versprochenen 5 Tipps für den Aufbau eines erfolgreichen Blogs, der gerne gelesen und oft geteilt wird.

1) Kenne dein Zielpublikum

Das heißt, kenne deine Kunden und solche die es noch werden sollen, damit du weißt wen du mit deinem Blog ansprichst. Glaub mir, das erleichtert die Themenwahl und das Schreiben an sich ungemein. Deine Kunden zu kennen ist natürlich auch abseits des Bloggens extrem wichtig und deshalb hast du einen Teil dieser Arbeit bestimmt schon erledigt. Du solltest dann aber auch einen Blick darauf werfen, wer deine Artikel (regelmäßig) liest und welche Artikel am beliebtesten sind, um ein Gefühl dafür zu bekommen worauf du deinen Schwerpunkt legen solltest. Hier gibt es zum Glück eine große Anzahl an Werkzeugen, die dir diese Aufgabe erleichtern. An vorderster Front steht dabei natürlich Google Analytics, aber auch die verschiedenen Statistiken deiner Social Media Seiten sind hier sehr hilfreich.

2) Sei abwechslungsreich

Auch wenn du ein Thema gefunden hast, das gut ankommt, solltest du natürlich nicht ewig darauf herumreiten und nur mehr darüber schreiben. Stell dir deinen Blog wie eine gute Playlist für eine Party vor. Es sollte für jeden deiner Gäste etwas dabei sein, aber nach Möglichkeit sollten sich mehrere aufeinanderfolgende Lieder nicht zu sehr ähneln. Ein Death Metal Song zwischendurch kann ganz spannend sein – fünf hintereinander sind für den einen oder anderen sicher anstrengend. Natürlich solltest du auf der Suche nach einem möglichst breiten Themenfeld das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Denn auch zum Beispiel eine Blog-Serie kann ein gutes Mittel sein, um ein komplexes Thema gut darzustellen. Es ist dabei nur wichtig, das gewählte Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

3) Schreib über das, was du kennst

Ich weiß, das ist der erste Ratschlag den die meisten Autoren erhalten, aber deshalb ist er nicht weniger wahr. Ist dir schon mal aufgefallen, dass die lustigsten und unterhaltsamsten Menschen die du kennst, deine eigenen Freunde sind? Klar, sonst hättest du sie dir nicht ausgesucht. Ähnlich verhält es sich mit Blogthemen – die besten Artikel kannst du über das schreiben, was dir am nächsten steht und womit du dich auskennst. Eine der großen Stärken eines eigenen Blogs ist nämlich auch, dass du dir damit einen Expertenstatus in deiner Branche sichern kannst. Vorausgesetzt die Leute interessiert worüber du schreibst. Und das kannst du beeinflussen, indem du mit Begeisterung über das schreibst was dich interessiert und womit du dich tagtäglich beschäftigst. Deine Kunden lesen deinen Blog, um mehr über dich und dein Unternehmen zu erfahren und um vielleicht hin und wieder auch einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu bekommen.

4) Sei hilfreich

Obwohl es Firmen vermeiden sollten, sich in ihrem Blog zu sehr selbst zu vermarkten, sollten ihre Blogthemen natürlich mit ihrem Tagesgeschäft zu tun haben. Und dabei sollte für deren Kunden und Leser ein Mehrwert entstehen. Welche Dinge mit denen du dich täglich beschäftigst (und die für dich vielleicht ganz selbstverständlich sind), könnten auch für andere nützlich sein? Ein Handwerksbetrieb könnte zum Beispiel eine Serie von Artikeln darüber schreiben, wie man kostengünstig sein Haus renoviert – vom Fliesenlegen bis zur Auswahl der besten Küchenarbeitsplatte.

Vielleicht sind die Produkte oder Dienstleistungen, die du anbietest auch sehr komplex.  Dann kann es sicher nicht schaden, wenn deine Leser (und damit deine heutigen und zukünftigen Kunden) sich erst einmal selbst informieren können, bevor sie dir eine Anfrage schicken. Und du kannst ihnen diese Dinge natürlich einfach erklären – weil du dich ja intensiv damit beschäftigst und aus Erfahrung weißt, was deine Kunden wissen wollen. Wenn du in deiner Branche laufend interessante und hilfreiche Informationen bietest, werden deine Leser auch zu dir kommen, wenn sie etwas auf diesem Gebiet benötigen – siehe Expertenstatus.

5) Sei unterhaltsam

Ja, das ist natürlich oft leichter gesagt als getan, speziell wenn man über ein sehr trockenes Thema wie z.B. Steuerrecht, IT Infrastruktur oder die Atacama Wüste in Chile schreibt. Trotzdem gibt es immer Möglichkeiten zumindest ein kleines Lächeln auf die Gesichter deiner Leser zu zaubern und ein bisschen Begeisterung zu erzeugen. Dazu reicht es, wenn du dich selbst nicht immer allzu ernst nimmst (das ist für viele Unternehmen oft besonders schwer, aber man muss ja nicht gleich zum Branchenclown mutieren ;)) Du kannst zum Beispiel den Text mit einem leichten Augenzwinkern formulieren, oder hin und wieder ein lustiges GIF oder Meme einbauen, auch wenn es vielleicht für das Textverständnis nicht unbedingt nötig ist.

cat meme

Wenn du dich an diese einfachen Grundregeln hältst, sollte es dir gelingen einen spannenden und nützlichen Blog aufzubauen, der gerne und viel gelesen wird. So kannst du dir mit der Zeit auch eine größere Kontaktdatenbank aufbauen, von der wiederum deine Profile in den sozialen Netzwerken, dein Kontaktmarketing (Newsletter, etc.) und dein Vertrieb profitieren. Das schaffst du beispielsweise mit einem sogenannten ‚call to action‘ in deinen Blogartikeln. Hier ist ein Beispiel:

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