10+ Apps, die auf einer Weltreise nicht fehlen dürfen

Da ich das große Glück habe, bei einem der besten Arbeitgeber des Landes angestellt zu sein, durfte ich Anfang dieses Jahres für fünf Monate meinen Horizont in Form einer Bildungskarenz erweitern. Da der Kurs der mich am meisten interessierte ein Fernkurs war, den man von überall aus erledigen konnte, wollte ich diese Freiheit nutzen und das Ganze neben der beruflichen Fortbildung mit einer persönlichen Fortbildung kombinieren. Somit habe ich meinen Laptop eingepackt und viele verschiedene Länder bereist, um neben den wöchentlichen 20 Stunden Aufwand für den Fernkurs auch die Welt zu entdecken. Dabei habe ich als Smartphone-Junkie viele verschiedene Apps benutzt, um die verschiedensten Aufgaben zu erledigen und den Alltag zu erleichtern. Welche das waren, will ich euch hier vorstellen.

1. Maps.me

Das wichtigste (und oft schwerste) ist es, sich in einem neuen Land zurecht zu finden. Man kommt am Flughafen oder Bahnhof an und hat keine Ahnung, wo eigentlich die Unterkunft zu finden ist, die man zuvor gebucht hat. Toll, dass es Apps wie Maps.me gibt. Man kann sich ganz einfach die Karten zuvor Offline speichern und braucht somit keinen Internetzugang um darauf zuzugreifen. Der große Vorteil ist außerdem, dass auch Wander- und Schleichwege eingezeichnet sind, die z.B. bei Google Maps nicht zu finden sind. Das hat mir öfters geholfen, den Weg aus den verschiedensten Wäldern zu finden 😉 Maps.me ist außerdem kostenlos, OpenSource und basiert auf den Kartendaten von OpenStreetMaps.

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2. Splitwise

Auf Reisen kann man schnell einmal den Überblick über die eigenen Ausgaben verlieren. Am Ende des Tages kann man dann oft nur mehr schätzen, wie viel Geld man eigentlich für die Tour, das Museum, den Kaffee und das Abendessen ausgegeben hat. Wenn man sich einmal angewohnt hat, die Ausgaben gleich zu notieren, hat man am Ende des Tages und der Reise einen genauen Überblick, wie viel Geld für was drauf gegangen ist. Wenn man außerdem zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs ist, kann man in Splitwise ganz einfach eingeben wer bezahlt hat und wer an der Ausgabe beteiligt ist und man bekommt eine Übersicht wer wem wieviel schuldet. Super praktisch! Die App hat einen tollen Funktionsumfang in der kostenlosen Version. Wer besondere Features nutzen möchte, kann ein monatliches Abo abschließen, allerdings reicht die Free-Version allemal.

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3. Skyscanner

Wenn man viele verschiedene Länder besucht, muss man auch irgendwie von A nach B kommen. Oft führt kein Weg an einem Flug vorbei. Skyscanner hilft euch dabei, verschiedene Flüge und Fluglinien miteinander zu vergleichen und die billigste bzw. beste Verbindung zu finden. Bevor man dann zur Kreditkarte greift und bucht, sollte man allerdings als Kontrolle noch andere Vergleichsportale wie z.B. Google Flights, Kayak oder Sonstige bemühen, ob man eh keinen Flug übersehen hat.

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4. Booking.com

Da es hier sehr auf den Stil ankommt, wie man unterwegs ist, gibt es unterschiedliche Apps, um Unterkünfte zu buchen. Meiner Erfahrung nach kombiniert Booking.com allerdings die meisten Unterkünfte, von Hostels über Homestays zu Luxus-Hotels. Das Buchen ist unkompliziert und oft gibt es spezielle Angebote, die sich richtig auszahlen können. Je nachdem, welcher Typ du bist, gibt es noch andere Apps wie Hostelworld, AirBnb und Couchsurfing, die besser für dich geeignet sind. Ein Tipp für die App: nutzt das Reward Programm! So könnt ihr z.B. über meinen Link 15€ bei einer Buchung ab 30€ sparen. Wenn ihr euren eigenen Code dann an Freunde und andere Reisende weitergebt, könnt ihr wiederrum auf diesen Weg mehrmals 15€ verdienen.

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5. Uber

Je nach Ausbau des öffentlichen Verkehrs in den jeweiligen Ländern ist es notwendig, auf Taxis auszuweichen. Wenn das Taxi dann keinen Taxameter hat, kann es teuer werden, wenn der Preis vorher nicht ausgehandelt wird. Um sich die Strapazen zu sparen, kann man auf Apps wie Uber ausweichen. In vielen Ländern gibt es auch lokale Konkurrenten zu Uber, wie das zum Beispiel in Südostasien mit Grab der Fall ist. Man spart sich das verhandeln und kann meist auch direkt über Kreditkarte zahlen, was in vielen Fällen sehr praktisch sein kann.

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6. Google Translate

Die größte Barriere kann oft die Sprache sein. Man kann sich zwar mit wenigen Phrasen sowie Händen und Füßen irgendwie verständigen, aber sofern es komplexer wird, ist auch hier die Technik dein Freund. Übersetzungs-Apps wie Google Translate und iTranslate sind mittlerweile so gut, dass man ganze Konversationen mit ihrer Hilfe führen kann. Für mehr Flexibilität einfach die Sprachen, die man voraussichtlich braucht, offline speichern, damit man die Wörter und Phrasen auch ohne Internet nachschlagen kann.

Google Translate ist kostenlos und unterstützt von Haus aus Offline-Sprachen. iTranslate kann man ebenfalls kostenlos nutzen, für die Pro-Version (die Offline-Sprachen unterstützt) ist allerdings ein monatliches Abo fällig.

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7. XE Currency

Angekommen im neuen Land geschwind zum Bankomaten und Geld abheben. Jetzt hat man plötzlich Scheine im Wert von 20 Millionen der Landeswährung in der Hand. Hier kann man schon mal den Überblick verlieren, ob die Flasche Wasser um 5.000 „Geld“ nun teuer oder billig ist. Mit XE Currency hat man die aktuellen Wechselkurse immer bei der Hand und kann auch Offline nachrechnen, wieviel das Ganze dann in der eigenen Währung ausmacht. Die App ist grundsätzlich kostenlos, es ist allerdings auch eine werbefreie Pro-Version verfügbar.

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8. Dropbox & Co.

Die meisten von euch verwenden wohl schon einen Cloud-Speicher, aber trotzdem dürfen Apps wie Dropbox auf dieser Liste nicht fehlen. Wenn der Reisepass, das Geldtascherl oder die Kamera verloren gehen, ist der Online-Speicher unverzichtbar. Eingescannte Dokumente sind immer von überall griffbereit und man hat zumindest ein Backup, falls der Ausweis verloren geht und man sich ausweisen muss. Der Verlust der Kamera ist natürlich auch sehr ärgerlich, aber der Verlust der Fotos auf der Speicherkarte ist oft noch schwieriger zu verkraften. Wenn man die Fotos regelmäßig sichert, kann man zumindest hier einiges an Nerven sparen. Dropbox ist hier nur als allgemeines Beispiel genannt, aber natürlich kann man hier den Dienst seines Vertrauens benutzen: ob Google Drive, Microsoft OneDrive, Apple iCloud oder eine eigene Lösung über ownCloud, hier gibt es massig an Auswahl!


 

9. Messenger App

Messenger gibt es wie Sand am Meer. Jeder benutzt sie und im Ausland sind sie unverzichtbar, um mit den Lieben zuhause Kontakt zu halten. Meine persönliche Empfehlung an dieser Stelle sind Signal und Telegram, da hier viel Wert auf Verschlüsselung und Privacy gelegt wird. Andere beliebte Messenger wie WhatsApp und Skype sind weiter verbreitet und man kann Anrufe tätigen, ohne 3€ pro Minute Roaming Gebühren zu zahlen – da lässt sich einiges sparen 🙂
 

10. WiFi Map

Klassisches Problem: Man möchte kurz etwas nachschauen und hat kein Internet. Hier kann einem die App „WiFi Map“ oft weiterhelfen. Einfach in die nächste Straßenecke einbiegen und vom Fast-Food Lokal nebenan das WLAN Passwort nachsehen, ohne etwas konsumieren zu müssen. Dies funktioniert, indem Leute die Passwörter von passwortgeschützten WiFis in der App eintragen und anderen Mitmenschen zur Verfügung stellen. Moralisch zwar nicht ganz einwandfrei, aber meistens braucht man das Internet ja doch nur für eine kurze Suche… Die App funktioniert natürlich offline, sofern man sich anfangs eine Liste der Passwörter heruntergeladen hat, die auch regelmäßig aktualisiert wird. Die App ist leider mit Werbung vollgestopft, aber normalerweise hält man sich nur recht kurz darin auf. Um die Werbung zu vermeiden, kann man diese per In-App-Purchase entfernen.

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11. TripAdvisor

Die Reise-App schlechthin. Man kann sich erkundigen, welche Sehenswürdigkeiten in einer Stadt am besten bewertet sind und wohin die Leute gerne Essen gehen. Wirklich ungemein praktisch, aber auch mit Vorsicht zu genießen. Wenn man sich nur auf den Pfaden von TripAdvisor bewegt, bekommt man oft nur die touristische Seite einer Stadt zu sehen. Deshalb: Nutzen, um sich einen Überblick zu verschaffen, aber auch die Augen nach lokalen Geheimtipps und Plätzen abseits des Mainstreams offenhalten.

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12. OpenVPN

Es gibt Länder, bei denen Zensur im Internet leider ein großes Thema ist. Um das Internet ohne Blockaden in der gewohnten Freiheit zu genießen und um zusätzlich noch sicher unterwegs zu sein empfiehlt es sich, ein VPN zu nutzen. Die App OpenVPN an sich ist kostenlos, allerdings wird hier ein VPN-Server benötigt, mit dem ihr euch über die App verbinden könnt.

Am besten und sichersten ist, ihr richtet euch selbst einen ein, was allerdings technische Kenntnisse benötigt. Falls ihr einen EdgeMax Router besitzt, erklärt euch Stefan hier, wie ihr das macht. Ansonsten gibt es viele Anleitungen im Netz, wie ihr euren Raspberry Pi dazu bringt, als OpenVPN Server zu fungieren. Es gibt auch VPN Server, für die man monatlich bezahlen muss, allerdings müsst ihr hier dem Anbieter vertrauen können.

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Diese Liste ist natürlich je nach Reiseziel und -typ endlos erweiterbar und keinesfalls vollständig, aber sie soll euch einen groben Überblick geben, welche Alltagsprobleme ihr mithilfe von Apps bewältigen könnt. Ich wünsche euch viel Spaß und gutes Gelingen für eure bevorstehende Reise! 🙂

Mathis

Über den Autor

Mathis

Obwohl böse Zungen behaupten, Mathis würden durch sein Dasein als Vegetarier die Nährstoffe fehlen, bleibt ihm immer noch genug Energie, um ständig seine Neugierde zu stillen und sein Wissen zu erweitern. In seiner Freizeit trifft man ihn oft in luftigen Höhen - auf seiner Slackline oder hängend am Gleitschirm.