Back to the Future – CodeFlügel zurück in Hannover

Letzte Woche ging‘s, um ein bisschen Abwechslung in den CodeFlügel Alltag rein zu bringen, wieder nach Hannover. Da uns das Messegelände während der CeBIT so gut gefallen hatte, wollten wir diesmal das ganze Terrain während der Hannover Messe sondieren. Wie groß die Unterschiede von B2B zu B2C Messen sind und wie die 2. Woche in Hannover verlief, erfährst du in diesem Blog.

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Grundlegendes vorweg: Die Hannover Messe ist groß. Sehr groß. Im Prinzip kann man sagen, dass sie mindestens das doppelte Gelände der CeBIT einnimmt. Um einen Vergleich anzustellen: Bei der CeBIT waren ca. 12-13 Hallen belegt, diesmal waren es alle, also 26. Um die Größe anders zu veranschaulichen: Von unserer Halle 6 zur unserer Partnerfirma „RenderThat“ in Halle 27 (auch wenn es nur 26 Hallen gibt ;), die Hallen-Nummerierung verstehe, wer will) ging man mit schnellem Schritt ca. 15-20 Minuten, je nach Verkehr auf den Wegen. Also alles in allem eine sehr weitläufige Angelegenheit.  Gehen wir also die Tage wieder einzeln durch, jedoch werde ich mich diesmal auch etwas kürzer halten:

Sonntag – Tag der Anreise

Wieder ging‘s um 8 in der Früh los von Graz Richtung Hannover. Diesmal fuhr ich die komplette Strecke, um in den vollen Genuss der deutschen Autobahnen zu kommen. Unsere Idee war, noch einmal vor der Grenze zu tanken, da wir dachten, der Diesel sei in Österreich günstiger. Als wir dann jedoch um 1,42€ pro Liter (Autobahntankstelle, keine gute Idee) getankt hatten und ca. 700km weiter nördlich drauf kamen, dass der Sprit in Deutschland doch „nur“ 1,09€ pro Liter kostete, ärgerten wir uns allerdings doch ein bisschen.

Zum Glück erfuhren wir noch ca. 150km vor Hannover, dass unsere AirBnB Wohnung doch nicht, wie angenommen,  in Laatzen, wie das letzte Mal, sondern in Hildesheim, ca. 20km südlich vom Messegelände, lag. Mit der richtigen Adresse fuhren wir dann in das schöne Städtchen. In der Wohnung angekommen, stellten wir fest, dass es weder Kaffeemaschine noch WLan gab. Die fehlende Kaffeemaschine war kein Problem, da wir gleich unterhalb der Wohnung ein kleines Einkaufszentrum inklusive Bäckerei hatten. Das fehlende WLan war jedoch nicht so leicht zu ersetzen und wir mussten unser Roaming-Guthaben ankratzen. Nach einer kleinen Mahlzeit im mongolischen Restaurant, ebenfalls unterhalb der Wohnung, richteten wir uns ein und überlegten uns die Strategie für den ersten Tag.

Montag – erster Tag – Wo bleiben die Besucher?

Montag um halb 8 fuhren wir Richtung Messe, was sich angesichts der Uhrzeit als sehr gut herausstellte, da im Vergleich zur CeBIT wesentlich mehr Verkehr war. Am Parkplatz angekommen, sahen wir sofort, dass der Platzanweiser, welcher uns schon auf der CeBIT so begeistert hatte, wieder im Einsatz war. Allerdings war der Parkplatz schon sehr voll, zum Glück erwischten wir noch einen Platz in der letzten Reihe.
Mit schwerem Gepäck und dank Alisa diesmal mit 3 Ausstellerausweisen, kamen wir um halb 9 an unserem Stand an. Jedoch folgte sogleich die Ernüchterung, als wir feststellten, wie groß 4m² wirklich sind (nicht sehr).

JOE_5143Nichtsdestotrotz legten wir unsere neuen Folder und die Inspiration Magazine auf und warteten auf den großen Ansturm. Der blieb jedoch aus. Durch die Lage und die Größe des Standes war Montagvormittag in unserer „Gasse“ nicht viel los. Als Claus, durch die Erzählungen von der CeBIT voller Erwartungen, allmählich anfing, sich Sorgen zu machen, weil keine Gäste kamen, liefen zum Glück doch noch einige Besucher vorbei und interessierten sich dafür, was wir da eigentlich machen. Und als der Messetag schließlich vorbei war, gingen wir zur Halle 2, wo am ersten Abend die „Innovation-Party“ stattfand. Da Polen dieses Jahr Partnerland war, gab es diverse polnische Spezialitäten zum Probieren und Bier war auch genug da. Zurück in der Wohnung gab es eher weniger Unterhaltungsmöglichkeiten, daher wurden die Abende dann meistens mit dem Anschauen diverser You-Tube-Videos verbracht.

You-Tube-Thema des Abends:
Videos, die eine Anmeldung benötigen, um zu bestätigen dass wir alt genug sind.
(An diesem Abend haben wir auch das Roaming-Guthaben des Firmenhandys aufgebraucht)

Dienstag – „Kommen Sie, kaufen Sie!“

Der Dienstag startete ähnlich wie der Montag, allerdings fuhren wir erst um viertel nach 8 los, was sich insofern rächte, als dass wir, verkehrsbedingt, erst um Viertel nach 9 am Stand waren.
Als ich dann versuchte, Claus‘ Sorgen bezüglich der ausbleibenden Besuchermassen mit stichhaltigen Argumenten zu zerstreuen, kam im Laufe des Tages die Frage von Claus: „Jammer ich wirklich so viel?“ Was mit einem eindeutigen „Ja!“ von Katzi beantwortet wurde.
Und tatsächlich war am Dienstag schon wesentlich mehr los als am Montag. Außerdem machten Claus und Katzi immer wieder Rundgänge zu potentiellen Kunden und sorgten dort dafür, dass wir in aller Munde waren.

JOE_5253_1Eine große Überraschung am Dienstag war, dass ich einen ehemaligen Fachlehrer der HTL Mödling bei uns am WKO Stand getroffen habe. Nachdem ich ihm unseren Stand gezeigt hatte, meinte er, er komme am nächsten Tag mit der ganzen „Delegation“ nochmals vorbei.
Ab 17:00 Uhr war dann am WKO-Stand „Party“ angesagt, und wieder ersparten wir uns das Abendessen, da es diverse „österreichische“ Spezialitäten wie Quiche oder Gemüse-Tortillas gab. Aber es gab auch Schnitzel.

You-Tube-Thema des Abends:
Die Simpsons (ab hier, danke an Claus, mit dem Roaming-Guthaben von Claus)

Mittwoch – HTL Mödling zu Besuch am CodeFlügel Stand

Wir hatten vom Dienstag gelernt, und fuhren diesmal etwas früher los. Pünktlich um halb 9 waren wir am Stand und begannen uns auf den großen Andrang vorzubereiten. Und tatsächlich war der Mittwoch sehr erfolgreich, was die Anzahl der erhaltenen Visitenkarten bezeugte.
Mitte des Vormittags kam dann auch die „Delegation“ der HTL Mödling zu Besuch und ich führte unsere verschiedenen Anwendungsbeispiele und Apps vor. Mit einigen Inspirations und Messefoldern im Gepäck, um die geilen Anwendungen auch zu Hause herzeigen zu können, ging es für meine ehemaligen Lehrer am Mittwoch auch wieder zurück nach Hause.

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Da wir an diesem Abend sehr geschlaucht (für unsere bundesdeutschen Freunde: geschafft) waren, zogen wir relativ bald nach 18:00 Uhr von dannen und streiften durch die schöne Altstadt von Hildesheim. Durch die doch hohen Preise der verschiedenen Gasthäuser und Restaurants abgeschreckt, gingen wir ins Vapiano.

You-Tube-Thema des Abends:
Fail Compilation – Best of 2015

Donnerstag – Der legendäre Messe-Party-Abend und Besuch aus den eigenen Reihen

Auch Donnerstag waren wir wieder pünktlich um halb 9 am Stand und wieder waren ständig Besucher bei uns. Außerdem bekamen wir am Donnerstag Besuch von Thomas, einem unserer Mitarbeiter. Um 17:00 besuchten Claus und ich unsere Partnerfirma „RenderThat“. Nach den ersten 2 Bieren konnte ich mich mit der Ausrede „Ich muss noch Auto fahren“ vor einer größeren Eskalation bewahren. Als um 18:00 Uhr Katzi und Thomas nachkamen, ging es los auf die „Energie-Party“ (den genauen Wortlaut hab ich vergessen). Mit „pulled-pork“-Hotdogs, Currywurst und mehr Bier wurde der Abend eröffnet. Claus wurde reichlich mit Bier und Wein versorgt und als die Band aufspielte, wagten sich die ersten Gäste auf die Tanzfläche. Meiner Meinung nach gibt es fast nichts Faszinierenderes, als Messevertretern dabei zuzusehen, wie sie sich nach getaner Arbeit (der Bewegungskoordination nach zu schließen schon ein bisschen beschwipst) zur Musik bewegen. Den dabei entstandenen Choreografien fehlte es an fast nichts.

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Am Heimweg bekam Claus dann, aufgrund der Reihenfolge Bier-Wein-Bier-Wein, von Katzi und mir für den morgigen Tag ein Jammer-Verbot (Spoiler: er hat tapfer durchgehalten).

You-Tube-Thema des Abends:
keins, aufgrund schnell eintretender Müdigkeit gingen wir „früh“ zu Bett

Freitag – Der letzte Tag

Ein letztes Mal ging es um 8:00 Uhr los auf die Messe. In der Halle angekommen, fanden wir auf allen Ständen orange Zettel vor, wo angekündigt wurde, dass man,  falls der Stand vor Ende der Messe verlassen würde, mit einer Strafe von 10% der Standkosten, jedoch mindestens 1.000€, rechnen müsste. Uns sollte es recht sein, wir blieben bis zum bitteren Ende. Unsere Standnachbarn schien das jedoch nicht zu kümmern, mit der Ausrede „Wir arbeiten am Freitag nie am Nachmittag, also wieso heute?“ verließen sie Punkt 12:00 Uhr die Messe.

Der Nachmittag zog sich dann doch noch etwas hin, da wirklich nichts mehr los war. Als dann von anderen Ständen um 10 Sekunden vor 18:00 Uhr der Countdown gestartet wurde, packten auch wir langsam unsere sieben Sachen zusammen und die Hannover Messe 2017 war Geschichte. Da freitags auch keine Partys mehr veranstaltet wurden, wo wir uns gratis verköstigen hätten können, kauften wir bei Edeka ein und bekochten uns selber mit „sehr sehr geilen“ Fischstäbchen und Kroketten.

You-Tube-Thema des Abends:
ein letztes Mal Fail-Compilations und die Simpsons (Homers  chiropraktische Tonne)

Samstag – Tag der Heimreise

Pünktlich um 7:00 Uhr fuhren wir los. Wir wollten eigentlich schon um 6:00 Uhr losfahren, da der Bäcker jedoch erst um 7:00 aufsperrte und Katzi nach eigener Aussage ohne Frühstück und Kaffee unerträglich sei, fuhren wir erst später. Auf das Frühstück beim Bäcker haben wir dann aber doch vergessen.

Ich durfte mich wieder auf den deutschen Autobahnen austoben und nach einer Mittagspause kurz nach Claus-Dorf (Deggendorf) fuhren wir über die deutsch-österreichische Grenze und erreichten um Viertel nach 2 den Bahnhof Wels, wo für mich dann Endstation war. Für mich ging es mit dem Zug Richtung Wien und Claus und Katzi fuhren weiter nach Graz.

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Alles in allem war es eine sehr schöne Woche, und auch wenn es anfangs nicht ganz danach aussah, sind die Besucher doch kontinuierlich mehr geworden. Und ich denke auch, dass die Anzahl der qualifizierten Kontakte ähnlich hoch wie bei der CeBIT war, wenn nicht noch höher. Allerdings sei auch hier erwähnt, dass man das mit Sicherheit erst nach einigen Monaten sagen kann.

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